Märkte am Mittag

Maisernte wird zur Schlammschlacht

Die ungewöhnlich ergiebigen Niederschläge der letzten Monate stellen viele Landwirte in Niedersachen vor erhebliche Herausforderungen. So sind längst noch nicht alle Erntearbeiten abgeschlossen. Die Futtermühlen im Nordwesten erfassen und trocknen weiter Körnermais. Die Erträge stellen zufrieden, sind aber nicht immer so hoch wie erhofft.
Markttendenz
Der Getreidemarkt in Deutschland wird weiter von der lebhaften Nachfrage der Mischfutterwerke gestützt. Gestiegene Kosten für die LKW-Frachten dänpfen den Preisanstieg ab Station.

Auch die bei den Mischfutterwerken angelieferten Mengen fallen etwas kleiner aus, als zu Beginn der Ernte erwartet worden war. Neben der Erfassung der regionalen Ware wird deshalb weiter überregional Körnermais zugekauft. Die Preise sind franko Südoldenburg mit 174 bis 174 €/t für Lieferungen im November und Dezember stabil. Futterweizen wird auf einem ähnlichen Niveau gehandelt. Futtergerste ist mit 166 bis 167 €/t im Vergleich zum Weizen nach wie vor recht teuer. Während es für Weizen ein stetiges Geschäft gibt, lassen sich für Gerste schwerer Verkäufer finden. Gestützt werden die Franko-Preise durch die nach wie vor hohen Frachtraten.

An den internationalen Börsen tut sich heute Morgen nicht viel. Matif-Weizen legt um 25 Cent auf 162,25 €/t zu. Die CBoT meldet Gewinne von 2 Cent auf 4,28 US-$/bushel. Raps notiert unverändert, Sojabohnen geben in Chicago minimal nach. Der Euro verbilligt sich und rutscht knapp unter die Marke von 1,16 US-$.

 

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