Märkte am Mittag

Matif gibt Gewinne wieder ab


In Chicago und Paris sind die Vorzeichen heute rot. Nach dem Starkregen vom Dienstag ziehen die Landwirte eine Schadensbilanz.

Die heftigen Regenfälle vom Dienstag haben auf den Äckern in Deutschland wohl keine größeren Schäden verursacht. Bei den Versicherungen sind bis heute Mittag zwar zahlreiche Meldungen eingegangen, insgesamt sei das Geschehen aber ruhiger als erwartet, hieß es beispielweise bei der Vereinigten Hagel. Für eine abschließende Bilanz sei es aber noch zu früh, denn die Landwirte können sich noch bis zum Wochenende an die Versicherung wenden. Betroffen sind vor allem Mais und Zuckerrüben, wo die Jungpflanzen den Wassermassen nicht standhalten konnten.

Markttendenz

In der Landwirtschaft in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen lagert noch unverkauftes Getreide aus der Erne 2018. Die Landwirte wollen auf dem aktuellen Niveau nicht verkaufen. Sie hoffen, dass sich im Falle eines einen verspäteten Erntebeginns bessere Vermarktungschancen ergeben.


An den Börsen in Paris und Chicago geben die Weizennotierungen heute deutlich nach. Der September verliert an der Matif 225 € auf 174 €/t. In Chicago gibt der Juli 7,5 Cent auf 471,25 Cent/bushel (154,79 €/t) ab. Auf dem Kassamarkt in Nordwestdeutschland wird von einem sehr ruhigen Geschäft berichtet. Mischfutterwerke tätigen noch kleinere Deckungskäufe. Die Preise bewegen sich für Futterweizen dabei in einer relativ großen Bandbreite. Der Großhandel ist an Käufen aus der neuen Ernte interessiert, findet derzeit aber keine Abgeber.

Nach den Regenfällen der vergangenen Tage hat sich die Lage im Süden entspannt. Auch in Hessen und im südlichen Niedersachsen waren die Niederschlagsmengen ausreichend. Im Nordwesten Deutschlands und in weiten Teilen Ostdeutschlands regnete es am Dienstag dagegen kaum.

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