Getreidemarkt

Mischer bringen etwas Dynamik


Bulle und Bär stehen sich ein wenig unentschlossen gegenüber - die Marktlage ist zäh.
Foto: Gerd Altmann auf Pixabay
Bulle und Bär stehen sich ein wenig unentschlossen gegenüber - die Marktlage ist zäh.

Im westdeutschen Getreidemarkt ist hier und da mal Bedarfsgeschäft aus der Mischfutterindustrie vorhanden. Das Verhalten der Mühlen und Mehlkäufer wird unterschiedlich eingeschätzt.

Am westdeutschen Kassamarkt berichten Makler von etwas Belebung im Geschäft zu den Mischfutterherstellern. Die Mischer hätten wohl „kleinere Verkaufsrunden“ gehabt und dafür entsprechend Ware gebraucht, sagt ein Marktteilnehmer an der Rheinschiene. Die Preisideen blieben in dem Zusammenhang relativ konstant bei 176 €/t für den Termin 10-12 (Oktober bis Dezember) franko Südoldenburg und franko Westfalen. Für den Termin 1-6 (Januar bis Juni 2019) liegen die Preisvorstellungen zu beiden Paritäten recht stabil bei 180 €/t. Bei 180 €/t für den Termin 1-6 sehen Makler derzeit auch die „Schmerzgrenze“: Mehr sei aktuell nicht durchzusetzen. Die Mischer in Holland zeigen sich derzeit eher von ihrer ruhigen Seite.

Mühlenseitig beschreiben Marktteilnehmer die Nachfrage als ruhig. Zwar ist vereinzelt zu hören, dass die Mehlkäufer angesichts doch zuletzt freundlicherer Börsenpreise in „Hab-Acht-Stellung“ gegangen seien. Doch andere Gesprächspartner können nicht beobachten, dass dadurch verstärkte Nachfrage bei den Mühlen ausgelöst worden sei.

Markttendenz

Am Getreidemarkt fehlen hierzulande frische Impulse, um eine nachhaltige Marktbelebung auszulösen. Preisanstiege an den Börsen wurden durch Prämienanpassungen im physischen Geschäft mehr oder minder neutralisiert.

Auf der Verkäuferseite herrscht weitestgehend Flaute. Abgebergetrieben kämen nur „Logistikpartien“, also Getreide, das verkauft werden muss, um Lagerplatz zu schaffen, heißt es dazu von Marktteilnehmern im Rheinland.

An der Matif in Paris verliert der Frontmonat Dezember am Dienstagmittag 1 €/t und wird mit 170,75 €/t bewertet. Der Folgekontrakt März gibt 0,75 €/t nach auf 175,25 €/t. Auch die Rapskurse legen ein wenig den Rückwärtsgang ein: Der Frontkontrakt November an der Matif wird mit 386 €/t bewertet; am Vortag waren es 386,75 €/t. In Chicago schreiben Weizen und Mais rote Zahlen, während der Sojakomplex gemischt tendiert.

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