Märkte am Mittag

Niedrigwasser beeinflusst Geschäfte


Eine ruhige Grundtendenz bestimmt aktuell die süddeutschen Brot- und Futtergetreidemärkte. Regional beeinflussen logistische Probleme wie etwa Niedrigwasser die Vermarktung.

Die Offerten in Süddeutschland sind begrenzt. Mit einer veränderten Angebotssituation wird aber erst nach besserer Wasserführung auf den Flüssen gerechnet. Andererseits klagen aber die Verarbeiter keineswegs über Versorgungsengpässe, denn prompte Geschäfte sind in überschaubarem Rahmen durchaus möglich. Außerdem sind etliche Betriebe noch ausreichend mit Ware aus der Ernteerfassung versorgt. Während die heimischen Verarbeiter deshalb noch eine abwartende Haltung einnehmen, kommt es immer wieder zu Anfragen nach Qualitätsweizen aus anderen EU-Ländern. Interesse gibt es dabei vor allem bei französischen Verarbeitern.

Markttendenz
In Süddeutschland überwiegt ein weitgehend ausgeglichener Getreidemarkt. Die Notierungen sind stabil. Lediglich beim Mais gibt es gelegentlich leichte Notizverluste

Dagegen gestaltet sich der Weizenhandel mit Italien eher schwierig. Offensichtlich bevorzugen italienische Verarbeiter aus preislichen Gründen gegenwärtig noch Angebote an A-Weizen aus Südosteuropa.

Maispreis gibt nach

Die Maisernte geht nun auch in Bayern rasch dem Ende entgegen und das Angebot belebt sich bei allerdings etwas nachgebenden Preisen. Von einem Erntedruck kann freilich keine Rede sein. Vielmehr ist die Tendenz fast ausgeglichen. Die Verarbeiter sind noch teilweise mit Ware der Ernte 2017 versorgt. Grundsätzlich wäre das Maisangebot aus Südosteuropa gut und reichlich, allerdings werden auch hier die Pegelstände der Donau eine entscheidende Rolle spielen Die Notierungen für Wintergerste sind trotz der relativ geringen Handelsaktivitäten gut behauptet. Allerdings hat zuletzt die Nachfrage der Mischfutterwerke etwas nachgelassen.

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