Die Afrikanische Schweinepest sorgt für Verunsicherung am Mischfuttermarkt. In den Seehäfen warten nur einzelne Schiffe darauf, beladen zu werden.

Am deutschen Kassamarkt bleiben große Geschäfte aus. Am norddeutschen Markt bewerten Gesprächsteilnehmer B-Weizen, franko Hamburg im vorderen Bereich mit etwa 4 €/t über dem Matif-März-Kontrakt mit 160 €/t. Die Geschäftstätigkeit beschreiben Makler als dünn. Am Hafen Rostock werden zwar einzelne Schiffe mit Weizen und Gerste beladen, doch von einem Anspringen des Exportmarktes kann nicht die Rede sein. Ende Januar und Anfang Februar sind in dem Hafen auch zwei Gerstenschiffe anvisiert, die Marktteilnehmer im Zusammenhang mit dem jüngsten Tender aus Saudi-Arabien sehen.

Markttendenz
Am Weizenmarkt machen sich Teilnehmer wenig Hoffnung auf steigende Kurse. Sie sehen bestenfalls eine Seitwärtstendenz. Aber angesichts der mehr als komfortablen Versorgungsbilanz gehen die Erwartungen vermehrt in Richtung fallender Preise.
Flaute herrscht auch am Markt für Futterweizen franko Südoldenburg. Dort fehlt nach Angaben von Maklern das Kaufinteresse aus der Mischfutterindustrie. Vorne wird Futterweizen franko Südoldenburg mit rund 170 €/t bewertet. Doch dabei handelt es sich um Briefkurse; Geldkurse fehlen dem Vernehmen nach. "Die Schweinepest sorgt für Verunsicherung", sagte ein Marktteilnehmer zu agrarzeitung.de. Entsprechend halten sich die Mischer derzeit zurück, da auch der Absatz mit Mischfutter verhalten ist.

An der Matif bewegt sich unterdessen der Kurs für Mahlweizen zum Frontmonat März bei 155,75 €/t seitwärts, der folgende Mai-Termin gibt um 0,25 €/t nach auf 158,50 €/t. Weizen gibt In Chicago die Gewinne von gestern wieder ab. Der März verliert 2,5 Cent auf 4,23 US-$/bushel. An der Matif kann sich der März-Future bei 156 €/t halten, spätere Termine geben leicht nach.

Die Rapskurse fallen an der Matif bis zum Mittag auf den tiefsten Stand seit mehr als drei Jahren. Der Februar gibt um 1,50 €/t nach auf 343,25 €/t. Weder die Erholung der Palmölnotierungen in Malaysia, noch festere Sojakurse in Chicago können die Rapskurse stabilisieren. Der Umsatzstärkste April-Future gewinnt in Kula Lumpur 18 Ringgit auf 2.494 MYR/t. Die Sojabohne an der CBoT kann um 3,25 Cent auf 9,87 US-$/bushel zulegen.

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