Märkte am Mittag

Paris und Chicago im Sinkflug


Der Trend am Getreidemarkt verfestigt sich. Weizen und Mais notieren heute Mittag erneut mit Verlusten. Die Abschläge an den Börsen lähmen den physischen Markt.

Die Matif startete mit Verlusten von 3,00 € in die neue Woche. Der September notiert am Mittag bei 197,75 €/t und auch der Dezember ist mit 199,50 €/t unter die 200-Euro-Marke gefallen. Paris reagiert damit auf die Vorgaben aus Chicago. Dort ging es für Hard Red Winter im frühen Handel um 7,5 Cent auf 5,07 US-$/bushel (161 €/t) nach unten.

In der Landwirtschaft ist die Verkaufsbereitschaft auf den Nullpunkt gesunken. Nach einer schwachen Ernte hatten die Erzeuger darauf gesetzt, einen Teil der Ertragseinbußen durch höhere Verkaufspreise ausgleichen zu können. Nachdem die Kurse an der Matif innerhalb von drei Wochen knapp 10 Prozent verloren haben, gibt es derzeit keine Argumente, sich auf dem aktuellen Niveau von Ware zu trennen.


Auf der anderen Seite hält sich aber auch die Nachfrage in Grenzen. In den nordwestdeutschen Veredelungsregionen und den Niederlanden sind die Mischfutterwerke gut versorgt und gehen mit leicht schwächeren Geldkursen in den Markt. In Südoldenburg werden für den September 213 €/t geboten. Die Kaufideen für den Oktober bis Dezember liegen nur um 1,00 €/t darüber. Die Verkäufer haben noch Preise von mehr als 220 €/t vor Augen, sodass kein Geschäft zustande kommt. Gerste wird weiter auf dem gleichen Niveau wie Weizen gesehen. Rogge und Triticale spielen keine Rolle.
Marktendenz

Die fallenden Kurse lähmen das Geschäft. Die Verkäufer bleiben gelassen und hoffen im weiteren verlauf des Wirtschaftsjahres auf wieder anziehende Preise. 


Auch beim Raps sind die Vorzeichen heute Morgen rot. Der August gibt 2,25 € auf 372,25 €/t ab und folgt damit der Bohne in Chicago, die 14,5 Cent auf 8,27 US-$/bushel (262 €/t) verliert. Die Sojaproduzenten in den USA sollen heute erfahren, welchen Inhalt das Hilfspaket über 12 Mrd. US-$ hat, mit dem die Regierung den unter dem Handelskrieg leidenden Farmern helfen will.

Die Notierungen für Veredelungskartoffeln ziehen weiter an. Der April-Future legt heute Morgen um 1,30 € auf 31,60 €/dt zu und erreicht damit die bisher höchste Notierung.

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