Märkte am Mittag

Schifffahrt in Köln eingestellt


Die Abwicklung von Kontrakten wird durch hohe Pegelstände an den Flüssen erschwert. Neugeschäft gab es seit dem Jahreswechsel kaum.

Die Preise für Getreide und Raps haben sich zu Beginn des Jahres im Westen Deutschlands kaum bewegt. Abgesehen von vereinzelten kleineren Deckungskäufen gibt es kein nennenswertes Neugeschäft. Der Konsum hat sich schon im Dezember bis in den Februar hinein versorgt. Weil derzeit auch international bullische Nachrichten fehlen, sehen die Einkäufer keinen Grund von ihrer bisherigen Strategie abzuweichen. Gekauft wird vorwiegend vorne. Für spätere Termine werden nur geringe Aufgelder gezahlt, weil die Überzeugung fehlt, dass die Preise bis zur Ernte deutlich anziehen könnten.

Scheitelwelle erreicht Köln heute

Für eine gewisse Spannung sorgt das Hochwasser auf dem Rhein und seinen Nebenflüssen. In der Nacht zum Sonntag wurde in Köln der Schiffsverkehr auf dem Rhein eingestellt. Für heute werden dort die Höchststände erwartet. Danach soll sich die Lage entspannen, denn im Einzugsgebiet des Rheins soll es in dieser Woche keine größeren Niederschläge geben. Da Schiffsraum ohnehin knapp ist, könnten die aktuelle Einschränkungen dennoch zu Problemen in der Logistik führen.
Tendenz
Nur die vorderen Termine stehen im Interesse der Einkäufer. Die Preise treten auf der Stelle.

Die nominellen Preise für Futtergetreide liegen im Nordwesten bei 173 bis 174 €/t für Lieferungen im Januar bis März. Brotweizen wird am Niederrhein mit 168 bis 170 €/t bewertet, die Kurse in Westfalen liegen um rund 4 €/t darüber. Für Raps gibt es kaum Neugeschäft. Bevor die Preise nicht wieder das Niveau der erste Novemberhälfte erreichen, lassen sich in der Landwirtschaft keine Abgeber finden. Auch für die neue Ernte sind die Preise aus Erzeugersicht unattraktiv. An der Matif kann Raps vorne leicht zulegen. Der Februar gewinnt 50 Cent auf 358,75 €/t. Der November-Future verliert dagegen 1,25 € auf 359,25 €/t.

Matif-Weizen verliert bis zum Mittag 75 Cent auf 160,25 €/t. Bei Mais steht der neue Frontmonat März mit einem Euro bei 158,25 €/t im Minus. Auch in Chicago sind fast alle Notierungen rot. Weizen gibt bis zum Mittag um 3,25 Cent auf 3,27 US-$/bushel nach, Mais um 0,25 Cent auf 3,51 US-$/bushel und die Sojabohne um 2 Cent auf 9,69 US-$/bushel.

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