Märkte am Mittag

Tender weckt noch keine Fantasien

Die Hoffnung auf Weizenexporte nach Saudi-Arabien kann die Stimmung in Norddeutschland noch nicht anheben. Das Geschäft bleibt zu Wochenbeginn ruhig.

Heute wurden die Zuschläge für die Weizenexporte nach Saudi-Arabien erteilt. Internationale Händler gehen davon aus, dass auch Deutschland mit einigen Schiffen dabei sein könnten. Sie verweisen aber auch darauf, dass in diesem Jahr der französische Weizen wegen seiner guten Qualität mit hohen Proteinwerten eine Alternative sein könnte. Traditionell haben Deutschland und andere Anrainerstaaten der Ostsee gute Karten im Export nach Saudi-Arabien. Das Land will 715.000 t importieren.

Markttendenz

Im Export nach Saudi-Arabien konkurriert Deutschland mit Frankreich. Deutlich höhere Prämien sind in den Exporthäfen deshalb nicht zu erwarten.


Den Markt in Norddeutschland bewegen diese Aussichten heute Morgen allerdings nur wenig. Derzeit gibt es noch keine konkreten Anfragen der Exporteure an den Handel. Wegen der niedrigen Hektilotergewichte, mit denen der Weizen im Norden im vergangenen Jahr gedroschen wurde, könnte es schwierig werden, eine größere Nachfrage allein aus Norddeutschland zu bedienen. Weizen sei genug im Lager, fraglich sei, ob die Qualitäten immer passen, meinte ein Händler gegenüber der agrarzeitung. Denkbar sei deshalb, dass auch aus anderen Regionen Deutschlands, Ware in die Exporthäfen gezogen wird. Sollte sich die Hoffnungen auf ein Anziehen der Exportnachfrage erfüllen, dürfte das helfen, die Prämien zumindest auf dem aktuellen Niveau zu halten.

In Paris gibt Weizen heute Morgen leicht nach. Der März notiert mit 156,75 €/t mit 50 Cent im Minus. Auch in Chicago sind die Vorzeichen rot. Dort geben die Notierungen um 6,5 Cent auf 4,41 US-$ nach. Fallende Sojanotierungen setzen Raps unter Druck. Der Mai verliert 2,50 € auf 443,25 €/t. Steigende Ertragserwartungen in Brasilien ziehen die Bohne nach unten. Sie gibt in Chicago bis zum Mittag um 7,75 Cent auf 9,71 US-$/Bushel nach.

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