Märkte am Mittag

Trotz Regen bleiben die Sorgen


In Niedersachsen bleiben die Landwirte beim Blick auf die Felder skeptisch. Darunter leidet das Geschäft mit der neuen Ernte.

Trotz der Niederschläge der vergangenen Tage besteht in Niedersachsen weiter große Angst, dass die Ernte erneut schlecht ausfallen könnte. Bis zum Monatsende werden im Nordwesten weitere 10 bis 20 Millimeter Niederschlag erwartet. Dies verbessert kurzfristig die Aussichten, reicht aber nicht aus, um Entwarnung zu geben. Nach den Erfahrungen der Ernte 2018 sind die Landwirte mit der Vermarktung sehr zurückhaltend. Derzeit gebe es praktisch kein Geschäft mit der neuen Ente, berichten Erfassungshändler.

Verstärkt wird die abartende Haltung durch die Entwicklung an der Matif, die in der vergangenen Woche deutlich zulegte. Dieser Trend hält auch heute an. Am Mittag notiert der September-Kontrakt mit einem Plus von 1,25 € bei 175,00 €/t.

Markttendenz

Die zuletzt gestiegenen Börsenkurse haben in der Landwirtschaft das Interesse an einer Vermarkung der neuen Ernte weiter gedämpft.


Auch für die Termine bis zum Erntebeginn lassen sich kaum Geschäfte realisieren. Unklar ist, ob der Konsum schon komplett versorgt ist oder die fehlende Nachfrage aus der Hoffnung auf weiter fallende Preise resultiert. Händler bewerten Futterweizen für den Termin Juni/Juli heute Mittag mit 186 bis 187 €/t franko Südoldenburg. Für den Termin September bis Dezember werden 181 €/t genannt. Gerste wird für die Herbsttermine mit 171 bis 172 €7t bewertet, Triticale mit 174 €/t und Futterroggen mit 164 €/t.

Wegen der Dürre im vergangenen Sommer knapp versorgte Rinderhalter und Betreiber von Biogasanlagen haben damit begonnen, Grünroggen zu ernten. In welchem Umfang damit Flächen für den Drusch verloren gehen, lässt sich nur schwer abschätzen.

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