Märkte am Mittag

US-Weizen macht im Export Boden gut

Ruth Rudolf/Pixelio

Niedrigere Preise am Golf begünstigen die Weizen-Exporte der USA. An der Matif verliert Weizen leicht.

Nach den Verlusten vom Mittwoch und den Gewinnen am Donnerstag, geht es heute für Weizen an der Matif wesentlich ruhiger zu. Der Dezember verliert bis 12.30 Uhr 25 Cent auf 162,75 €/t. In Chicago ist die Stimmung freundlicher. Mit einem Plus von 1,5 Cent notiert Weizen bei 4,275 US/€/bushel. Beim Mais gehen Matif und CBoT mit leichten Gewinnen im Gleichschritt. Raps legt in Paris nach den jüngsten Gewinnen eine Verschnaufpause ein. Der Angriff auf die wichtige 380-Euro-Marke blieb bis zum Mittag erfolglos. Der Februar verliert 25 Cent und steht am Mittag bei 379,00 €/t. Die Bohne verliert 2 Cent auf 9,87 US-$/bushel.

Im Internationalen Exportgeschäft ist US-Weizen in der vergangenen Woche wettbewerbsfähiger geworden. Der Preis für SRW-Weizen verbilligte sich am Golf vom 25. Oktober zum 1. November um 6 US-$ auf 187 US-$/t (161 €/t), heißt es in der wöchentlichen Statistik der EU-Kommission zu den Weltgetreidemärkten. Im französischen Rouen liegt der Brotweizenpreis unverändert bei 191 US-$/t. durch den festeren Dollar ist der Preis in Euro gerechnet jedoch um 3 € auf 165 €/t gestiegen. Am Schwarzen Meer wird von den EU-Experten weiter ein Preis von 195 US-$/t (167 €/t) gesehen.

Die FAO geht davon aus, dass die Getreidemärkte im aktuellen Wirtschaftsjahr gut versorgt bleiben. Mit 2,613 Mrd. t könnte 2017/18 die Rekordernte aus dem Vorjahr noch einmal leicht übertroffen werden. Für die größere Menge sind laut FAO vor allem auf Steigerungen der Produktion im südlichen Afrika und in Südamerika verantwortlich. Beim Weizen rechnet die FAO mit einem leichten Rückgang der Produktion von 760 auf 753 Mio. t. Hauptgrund dafür sei, dass Australien nach der Rekordernte im vergangenen Jahr nun eine deutlich kleinere Menge erwartet. Dennoch rechnet die FAO damit, dass die Getreidebestände erneut wachsen. Am Ende des Jahres 2017/2018 könnten sie um 13 Mio. t auf 258 Mio. t steigen.


Auf alle Getreidearten bezogen werde der Verbrauch um 1 Prozent steigen. In den einzelnen Bereichen ergibt sich ein differenziertes Bild. Der Nahrungsmittelverbrauch steigt mit 1,4 Prozent deutlich stärker als der für die Fütterung von Tieren (0,4 Prozent). Die industrielle Nutzung, beispielsweise für Bioethanol und Stärke, soll um 1,2 Prozent zunehmen. Auf der Basis dieser Prognosen könnten die Weltgetreidebestände zum Ende des Wirtschaftsjahres 2017/2018 auf ein neues Rekordniveau von 719 Mio. t steigen. Das Verhältnis zwischen Verbrauch und Beständen würde damit auf dem 15-Jahres-Hoch von 27 Prozent gehalten werden können. Die größeren Reis- und Weizenvorräte resultieren vor allem auf Zuwächsen in China. Beim Grobgetreide sieht die FAO zunehmende Maismengen in den USA und Südamerika.

Im Welthandel erwartet die FAO größeren Mengen bei Mais, Sorghum und Reis und etwas kleinere Umsätze für Weizen. Wegen des großen Angebotes werde der Wettbewerb unter den Weizen-Exporteuren hat bleiben.

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