Märkte am Mittag

USDA Schätzung ohne Überraschungen


Am heutigen Freitag zeigen sich die Kurse für Weizen an den Terminmärkten nach der USDA Schätzung vom gestrigen Donnerstag von der schwächeren Seite. An der Matif notiert Weizen für den Mai-Termin bei 164,25 €/t um 0,25 €/t schwächer. Der Rapsmarkt notiert aktuell um 347,75 €/t gegenüber gestern um 2,25 €/t schwächer.

Nach der gestrigen USDA-Schätzung wird die weltweite Weizenproduktion 2017/18 mit 758,8 Mio. t etwas höher als im Februar gesehen. Gewinnmitnahmen an der Börse in Chicago, ein festerer US-Dollar und geringere Exporte als erwartet trübten die Stimmung der Börsianer zum Ende der Woche. Das französische Analystenhaus FranceAgriMer bewertet die Weizenfeldbestände zu 84 Prozent als „gut bis sehr gut“; im Vorjahr lag dieser Wert bei 92 Prozent. Aus dem Hause Tallage kommen Berichte, die die EU-Weichweizenproduktion plus 100.000 t bei 141,7 Mio. t sehen.

Die Nachfrage der EU-Exporteure fehlt weiterhin. Nur vereinzelt werden kleinere Mengen verschifft. Am physischen Markt sind lediglich die Mischfutterhersteller aktiv. Deckungskäufe werden allerdings etwas zurückhaltender getätigt. Der B-Weizen franko Hamburg, Basis März 2018 bewerten Marktteilnehmer heute mit 167 €/t. Basis September 2018 sind in den Exporthäfen 174 €/t franko im Gespräch.
 

Tendenz Futterweizen
Die besten Preise werden in Norddeutschland weiterhin von der Mischfutterindustrie in Südoldenburg mit 173 €/t franko für Futterweizen für die März-Lieferung bezahlt.
 

Das USDA ist für moderate Schritte bei der Anpassung ihrer Prognosen bekannt. So waren die geschätzten 47 Mio.t Sojabohnen in Argentinien für diese Saison nicht unerwartet, werden mit den aktuellen Bedingungen jedoch als zu optimistisch gesehen. Die Anhebung der Erntemengen in Brasilien auf jetzt 113 Mio.t scheint nach Händlermeinung etwas zu pessimistisch zu sein. Zum Ende gaben die Kurse des Sojakomplexes nach. Der fehlende Regen in Argentinien stützt die Sojakurse. Die Höhe der Ernteverluste wird bisher unterschiedlich eingeschätzt. Die Sojabohnenernte in Brasilien ist deutlich weniger fortgeschritten als im Vorjahr. Die Wetteraussichten für die kommenden Wochen sind aber positiv. Weltweit sind die Märkte weiterhin gut versorgt. Der Rapsmarkt ist ruhig. Rapsschrot wird weiterhin gesucht.

Tendenz Raps
Wegen der hohen Importe von Biodiesel aus Argentinien bleiben die Rapspreise schwach. Erst muss eine politische Lösung gefunden werden. Die Ölmühlen reduzieren wegen der schlechten Verdienstmöglichkeiten ihre Verarbeitungskapazität. 
 

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