Märkte am Mittag

Verarbeiter machen Zugeständnisse


Die Erntearbeiten sind durch die Regenfälle im Norden und Osten unterbrochen. Die neuen Erntezahlen in Frankreich haben Auswirkungen an der Börse.

Die Erträge bei der Gerste schwanken zwischen 3 und 7 t/ha. Die Ware wird von den Verarbeitern gesucht. Das Angebot ist überschaubar. Tierhalter brauchen die Gerste zur verfütterung, deshalb ist wenig überschüssige Ware auf dem Markt verfügbar. Für die Gerste werden zur sofortigen Lieferung 145 bis 150 €/t ab ostdeutscher Station bezahlt. Die Preise für Weizen werden täglich neu bewertet.  Nachfrage gibt es auch für Triticale und Futterroggen. An der Euronext in Paris sinken die Weizennotierungen am heutigen Mittwoch. Das französische Statistikamt Agreste hatte am Dienstag eine höhere Weizenernte geschätzt. Tage zuvor war etwas Dramatik in den Markt gekommen, weil das französische Analystenhaus Strategie Grains vor einer Woche nur 33 Mio. t Weizen für 2018 geschätzt hatte. Agreste erwartet in seiner Statistik von gestern 36 Mio. t Weizen in Frankreich und die Welt sieht, wie mit dem Einzug ins Finale der Weltmeisterschaft für die Grand Nation, wieder besser aus. An der Euronext in Paris gibt der Dezember-Weizen um 2 auf 181 €/t nach.

Aufgrund der Trockenheit sind viele Bestände in einem katastrophalen Zustand. Die Kolben sind schwach oder gar nicht ausgebildet. Die Notierungen für Körnermais neue und alte Ernte sind nur auf Anfrage erhältlich. Bis zur Wochenmitte ist Weizen geerntet worden. Die Qualitäten fallen je nach Standort unterschiedlich aus. Viele Ähren sind schwach ausgebildet. Die Ausbeute gering. Verarbeitungsbetriebe kommen den Landwirten entgegen und machen Abstriche bei den Qualitätsparametern wie Besatz, Hektolitergewicht und Schmachtkorn.
Einen Tag vor dem Juli-Wasde, den das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) veröffentlicht, geben die Chicagoer Kurse im vorbörslichen Handel nach. Der Juli-Termin ist beendet, der September steht bei 4,84 US-$/bushel schwächer da.


Weniger Raps in Frankreich sagt Agreste voraus und das ist eine faustdicke Überraschung. Deutlich nach unten revidiert Agreste die Rapsschätzung. Nur 4,6 Mio. t sollen es 2018 in Frankreich werden. Vor vier Wochen lag die Erwartung noch bei 4,9 Mio. t, was auch schon enttäuschend gewesen wäre. An der Euronext notiert Raps für den Erntemonat August bei rund 356,00 €/t um 1,75 €/t niedriger als am Vortag.


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