Märkte am Mittag

Wechselfröste bereiten Sorge

Mit fallenden Börsen und steigenden Temperaturen startet der Getreidemarkt in Norddeutschland in die neue Woche. Das Wetter bleibt alles andere als optimal.

Mit starkem Ostwind und Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt kehrte der Winter am Wochenende noch einmal nach Deutschland zurück. Mit dem Beginn der neuen Woche stiegen die Temperaturen zwar wieder auf über Null Grad Celsius, in den kommenden Nächten soll es aber noch einmal Frost mit minus 5 bis minus 10 Grad geben. Die Wechselfröste könnten in den Beständen größere Schäden hinterlassen, fürchten viele Landwirte. Sie warten auch darauf, endlich den Sommerweizen in den Boden zu bekommen. Gut wäre es, wenn die Aussaat bis Ostern beendet werden könnte. Sollte es zu weiteren Verzögerungen kommen, bietet sich Mais als Alternative an.

Markttendenz

Auch bei fallenden Börsenkursen bleibt der physische Markt im Nordwesten eher fest gestimmt.


Die Vermarktung ist derzeit für die Landwirte in Niedersachsen kein Thema. Gerste, Roggen und Triticale sind verkauft und auch die Weizenmengen auf den Höfen sind trotz des fehlenden Exportgeschäfts nicht größer als in den vergangenen Jahren. Die Erzeuger im Nordwesten profitieren weiter von der guten Nachfrage der Mischfutterindustrie. Weizen ist im Vergleich zu den anderen Futtergetreidearten verfügbar und relativ günstig und wird deshalb in größtmöglichem Umfang in den Mischungen eingesetzt.

Für den März ist das Geschäft in Südoldenburg weitgehend gelaufen. Weizenlieferungen im April bis Juni kosten die Mühlen 173 bis 174 €/t. Die Gerstenpreise liegen auf dem gleichen Niveau, zum Teil auch leicht darüber.

An der Matif gibt Weizen bis zum Mittag 1,50 € auf 163,25 €/t ab. In Chicago steht Weizen mit knapp 8 Cent bei 4,60 US-$/bushel (137,40 €/t) im Minus. Auch bei Raps sind die Vorzeichen rot. Nach einem Verlust von 2,25 € steht der Mai mittags bei 347,25 €/t. Raps leidet unter dem schwachen Sojamarkt, denn die Bohne verliert in Chicago 14 Cent auf 10,36 US-$/bushel (309,63 €/t).

 

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