Märkte am Mittag

Weizen- und Rapspreise etwas fester


Am heutigen Freitag notiert die Matif für den September-Termin mit 176,25 €/t Weizen um 0,75 €/t leicht fester. Trumps Hilfsprogramm für die US-Farmer sorgen für Druck auf die Sojabohnenkurse.

In den Exporthäfen sind für den B-Weizen mit 12,5 Prozent Protein 180,00 €/t für die Lieferung Basis Mai 2019 und auch für die neue Ernte 2019 Basis September mit der Option auf Weiterlagerung im Gespräch. Bei der Rapssaat notiert der August-Termin heute Mittag unverändert bei 365,25 €/t. Die Kaufideen für die Rapssaat bewegen sich um 363 €/t franko Ölmühle für die Lieferung im Juni 2019.Für die neue Ernte 2019 sind ebenfalls 363 €/t ex Ernte franko Ölmühle im Gespräch.

Tendenz:
25 Prozent des zu erwartenden Getreides der neuen Ernte 2019 sollten jetzt auf jeden Fall verkauft sein. Sojaschrot dürfte weiter günstig einzukaufen sein. Die Kassamarktpreise sind unverändert, kaum Geschäftstätigkeiten.

Nach Tagen einer stabilen Tendenz haben vor allem die Ankündigungen Trumps zu Ausgleichszahlungen an seine Farmer den Markt in Chicago geschwächt. Auch Gewinnmitnahmen sorgten für den Rückgang der Preise. Paris folgte. Bisher hatten die Sorge um das Getreide in den USA aufgrund von hohen Niederschlägen die Kurse unterstützt. In der EU, den Schwarzmeerländern, der Ukraine und dem Baltikum dagegen wächst eine gute Ernte heran. Am Kassamarkt haben einige Verkäufer die höheren Preise genutzt und sich von Ware der neuen Ernte getrennt. Dennoch bleiben die Vorverkäufe deutlich geringer als in anderen Jahren. Alte Ernte konnte in Exportaktivitäten platziert werden. Franko Südoldenburg werden für September /Dezember Kurse von 181 Euro/t franko genannt. Gerste ist mit 172 Euro/t bis 173 Euro/t bewertet.

Die Rapsernte in der EU muss trotz des Regens mit Abstrichen betrachtet werden. Frost hat regional die Blüte abgefroren. Niedrigere Erträge sind möglich. Freundlichere Preise sind möglich. Dennoch werden Importe den Bedarf der Ölmühlen für die Biodieselproduktion decken können und müssen. Profitieren werden in Deutschland Mühlen mit Wasseranschluss. Deutsche Landwirte haben für die neue Ernte sehr wenig vorverkauft. In den USA bleibt die Frage ob der Anbau von Sojabohnen ausgeweitet wird und ob ein Anbau bei der nassen Witterung überhaupt möglich ist. Die angekündigten Zahlungen von 2,00 US-Dollar/Bushel könnten die Produktion unterstützen. Die Spekulationen über das bevorstehende Hilfsprogramm der US Regierung für die Farmer, die besonders unter dem Handelskrieg mit China zu leiden haben, setzten die Sojabohnenkurse diese Woche immer wieder unter Druck.

16 Mrd. USD für die US-Farmer

Gestern wurden jetzt erstmals konkrete Pläne des US-Landwirtschaftsministeriums veröffentlicht. Das Paket wird ein Volumen von 16 Mrd. USD haben, wovon ca. 14,5 Mrd. USD als direkte Zahlungen, in mehreren Tranchen an die Farmer ausgeschüttet werden soll. Ebenfalls wurde bekannt, dass die Zahlungen Fruchtunabhängig fließen sollen, um die Anbauentscheidung nicht zu sehr zu beeinflussen. Die Bewertungen aus dem Handel und von Farmern fallen unterschiedlich aus. Einige sehen dennoch eine leichte Unterstützung für den Sojaanbau. Allerdings hätten wir diese Diskussion aufgrund der widrigen Aussaatbedingungen und des sich dadurch schließenden Zeitfensters für den Maisanbau ohnehin. Man wird also weiter genau hinsehen, wie das Wetter in den nächsten Tagen sein wird und ob das USDA nächste Woche deutliche Fortschritte bei der Aussaat von Mais und Sojabohnen berichten kann

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