Märkte am Mittag

Weizenumsätze stagnieren

Am süddeutschen Markt für Brotgetreide gibt es in der zweiten Wochenhälfte nur wenig Bewegung. Nur regional soll sich die Abgabebereitschaft der Landwirte für Weizen leicht belebt haben. Es kommt auch immer wieder zu Anfragen der Mühlenindustrie.

Markttendenz
Bei Brotgetreide kommt nur wenig Geschäft zustande. Auch bei Futtergetreide treten die Preise auf der Stelle.
Allerdings passen die Geld- und Briefkurse nicht immer zusammen. Vor allem für die höheren Qualitäten werden nur selten die gewünschten Prämien gezahlt. Die Abnehmer für A-Weizen in Italien winken bei den aktuellen Offerten meist ab. Kleinere Mengen gehen in die Niederlande.

Als Erzeugerpreise für A-Weizen mit 13 Prozent Protein FZ 250 werden im Mittel gut 150 €/t netto frei Erfassungslager genannt. Für B-Weizen werden etwas über 144 €/t genannt. Für das alte Jahr werden kaum noch größere Weizenumsätze erwartete. Meist werden bestehende Kontrakte abgewickelt. Das Interesse der Marktbeteiligten konzentriert sich zunehmend auf das erste Quartal 2018.

Brotroggen verkehrt im Rahmen eines laufenden Bedarfsgeschäftes. Teilweise erfolgt die Versorgung der süddeutschen Verarbeiter mit überregionaler Ware aus Osteuropa. Von Bedeutung ist dabei Ware aus Polen. Die hiesigen Erzeuger erhalten für Brotroggen im Schnitt etwa 148 €/t frei Erfasser.

Uneinheitlich präsentiert sich der Markt für Futtergetreide. Wintergerste ist inzwischen nahezu vernachlässigt. Die erwartete Belebung durch den aktuellen Saudi-Arabien-Tender ist offensichtlich bislang noch nicht eingetreten. Am Platz treten jedenfalls die Kurse auf der Stelle. Der überregionale Absatz gestaltet sich schwierig. Die wenigen Gebote aus den Niederlanden sowie aus Norddeutschland wurden leicht zurückgenommen. Der Markt in Italien ist zudem weitgehend gesättigt. Die üblicherweise rege nachgefragten Dezember-Termine sind kaum noch aufgerufen. Die hiesigen Mischfutterwerke decken lediglich ihren laufenden Bedarf.

Sehr ruhig sind auch die Geschäfte am Maismarkt. Hier scheint der Bedarf der Verarbeiter ebenfalls zunächst gedeckt zu sein. Sie halten sich deshalb beim Abschluss von Folgekontrakten zurück. Offensichtlich erwarten sie eher leicht sinkende Maisnotierungen. Aktuell bewegen sich die Notierungen im Süden eher seitwärts.

stats