Märkte am Morgen: Getreide

Freude über Gerstenexporte


Die Freude über den Exporte von Gerste nach Saudi-Arabien ist im deutschen Handel groß. In den USA wartet der Handel auf den heutigen Wasde-Report.

Gerste: Aus Deutschland werden in Kürze rund 450.000 t in Richtung Saudi-Arabien verlassen. Die Ware dürfte in gewissen Umfang bereits in den Hafensilos oder entlang des Mittelkanals liegen. Die Freude über eine deutsche Beteiligung im Exportgeschäft ist im Handel groß, schließlich habe man lange darauf gewartet, sagte ein Händler.

Weizen: In den USA wartet der Handel gespannt auf die Zahlen über das Angebot und die Nachfrage von Weizen in den USA und auf dem Weltmarkt (Wasde). Vieles deutet darauf hin, dass das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) bestätigt, die US-Farmer säen erneut weniger Winterweizen aus. Vor dem Wasde-Report am Freitagabend ist der Handel sehr ruhig.

Die Ukraine hat im 1. Halbjahr der Vermarktungssaison 2017/18 von Juli bis Dezember weniger Getreide als im Vorjahreszeitraum exportiert. Wie das Agrarministerium in Kiew mitteilt, waren es von Juli bis Dezember 2017 rund 21,0 Mio. t, gegenüber 23,6 Mio. t vor einem Jahr.

Mit Abstand sind die ukrainischen Weizenexporte mit 11,4 Mio. t führend, gefolgt von 3,8 Mio. t Gerste und 6 Mio. t Mais. Die Ukraine erntete 2017 rund 62,3 (Vorjahr: 66) Mio. t Getreide.

Vor einem Monat kürzte der Agrarminister die Exporte für 2017/18 auf rund 41 Mio. t vor allem wegen Logistikproblemen. Es fehle an Waggons und Lokomotiven. In 2016/17 exportierte die Ukraine die Rekordmenge von 44,0 Mio. t Getreide, davon allein 17,4 Mio. t Weizen.

An der CBoT kam es am Donnerstag zu einer kleinen Aufholjagd bei Weizen. Der März-Termin für Weizen erreichte mit 4,28 US-$/bushel einen Tagestiefstand, nachdem die Exportzahlen mit 71.000 t weit unterhalb der Analysten-Erwartungen lagen. Am Ende kann sich der März-Futures noch auf 9,34 US-$/bushel einpendeln. 

An der Börse Euronext in Paris hingegen ist Katerstimmung angesagt. Die Kurse geben auch am Donnerstag weiter nach. Der Frontmonat für Weizen verliert 1 auf 159,75 €/t.


Mais: Die gedrückte Stimmung am Maismarkt könnte ein Ende haben. Die wöchentlichen Exportzahlen entsprechen mit 437.800 den Erwartungen. Der Maiskontrakt für März an der CBoT bleibt mit 3,49 US-$/bushel unverändert. Das USDA könnte im heutigen Januar-Wasde rückläufige Endbestände für Mais ausweisen.  

An der Euronext verliert Mais die Bodenhaftung und gibt 1,25 auf 158,00 €/t ab. Die Marke von 160 €/t dürfte der Vergangenheit angehören.

Euro/Dollar: Die Gemeinschaftswährung war am Donnerstag nach Signalen der Europäischen Zentralbank (EZB), die die Erwartungen an einen Ausstieg aus der sehr lockeren Geldpolitik verstärkten, über 1,20 US-$ geklettert. Ein starker Euro kann die Exportchancen von Unternehmen aus dem Euroraum schmälern.

 



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