Märkte am Morgen: Getreide

Algerien kauft Weizen in den USA


Mit günstigen Offerten können die USA in Algerien gegen Weizen aus Frankreich bestehen. In Chicago kann sich Weizen erholen.

Weizen: Nach einer Woche mit sinkenden Kursen schloss Weizen in Chicago am Mittwoch erstmals wieder im grünen Bereich. Der neue Frontmonat März legte um 6 Cent auf 4,17 US-$/bushel zu. US-Weizen hat nach den jüngsten Preisrückgängen seine Wettbewerbsfähigkeit verbessert. Als ein deutliches Zeichen dafür sehen Analysten den Abschluss eines Geschäfts mit Algerien über die Lieferung von 120.000 t Hard Red Winter. Inzwischen sehen sich die USA auch in der Lage, in Ägypten Weizen zu Preisen anzubieten, die mit denen aus er Schwarzmeerregion konkurrieren können.

Von den Exportzahlen für die Woche bis zum 7. Dezember erwarten die Händler eine Menge von 250.000 bis 500.000 t. Das liegt auf dem Niveau der Vorwoche, in der laut UDSA 321.400 t exportiert wurden.

FranceAgriMer sieht die Exportaussichten für das laufende Jahr pessimistischer. Die Prognose für die Drittlandexporte wurde gestern um 400.000 t auf 9,5 Mio. t gekappt, die für die Ausfuhren in andere EU-Länder um 25.000 t auf 8,08 Mio. t. Auch die Weizenernte wurde nach unter korrigiert um 500.000 t auf 37 Mio. t. An der Matif gab der neue Frontmonat März um 50 Cent auf 160,50 €/t nach.

Mais: Auch die Mais-Notierungen konnten in Chicago den Abwärtstrend der vergangenen Tage stoppen. Der Dezember legte um 1 Cent auf 3.37 US-$/bushel zu. In Paris ging es dagegen noch einmal nach unten. Der Januar verlor 75 Cent auf 152,25 €/t.

Die Produktion der Ethanol-Industrie läuft laut dem EIA-Bericht vom Mittwoch weiter auf einem historisch hohen Niveau. In der vergangenen Woche wurde trotz eines leichten Rückgangs die zweitgrößte Menge aller Zeiten hergestellt. Die Ethanol-Bestände, die zuletzt gestiegen waren, fielen nun wieder um 170.000 barrel.

FranceAgriMer sieht in Frankreich nun eine Maisernte von 13,2 Mio. t, das sind 535.000 t mehr als im November-Bericht. Der größte Teil der zusätzlichen Menge soll im Inland verbraucht werden. Die Exporte in andere EU-Länder könnten um 35.000 t auf 4,75 Mio. t steigen.

Euro/US-Dollar: Die US-Notenbank hat die Leitzinsen gestern um 0,25 Prozent angehoben. Es war bereits die dritte Anhebung in diesem Jahr. Für 2018 wurden weitere drei Zinsschritte in Aussicht gestellt. Der Zinsabstand zur Eurozone würde sich damit weiter vergrößern. Die Entwicklung stützt den US-Dollar gegenüber dem Euro und verbilligt Exporte aus dem Euroraum. Heute Morgen notiert der Euro bei 1,1822 US-$.

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