Märkte am Morgen: Getreide

Weizen baut stabile Position aus


An den Börsen keimt Hoffnung auf eine diplomatische Lösung des Handelskonflikts zwischen den USA und China auf. Die Kursausschläge zeigen, wie nervös die Märkte sind. Nun drohen die USA Russland mit Sanktionen wegen angeblicher Einmischung in die US-Präsidentenwahl..

Weizen: Manche Analysten sprechen in diesen Tagen von einer Taktik der US-Regierung, China mit harten Zolldrohungen wieder an den Verhandlungstisch zu holen. Keiner sei an Zöllen interessiert, schon gar nicht die treuen Trump-Wähler aus der Landwirtschaft, vermuten Analysten.

In Paris setzen sich die Anzeichen einer leicht festeren Tendenz fort. Der Mai-Termin von Weizen klettert auf 168 €/t, ein Plus von 1 €/t.  Auf dem Inlandsmarkt lockern Verkäufer ihre Zurückhaltung und geben sich zu den höheren Kursen gesprächsbereit, Ware abzugeben. Der Spielraum nach oben ist begrenzt.

An der Börse in Chicago (CBoT) veröffentlicht am heutigen Dienstag das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) die April-Zahlen über das weltweite Angebot und den Verbrauch aller wichtigen Agrarprodukte. Der lange, trockene und zuletzt kalte Winter hat seine Spuren in den Beständen in den US-Anbaugebieten hinterlassen. Es wird mit einer Ertragsreduktion von Weizen und Mais in den USA gerechnet. Einen Tag vor dem Wasde-Report erreicht der Settlement-Kurs an der CBoT für den Mai-Weizen 4,90 US-$/bushel (umgerechnet rund 146 €/t). Das Winterwetter in den Anbaugebieten ist weiter bestimmend. Damit bleibt die Unsicherheit über den Anbauumfang von Sommerungen in den USA bestehen. Auch in Kansas und Minnesota steigen die Weizennotierungen.

Die wöchentlichen russischen Getreideexporte sind nach Ostern zum ersten Mal seit Februar mit 818.000 t unter die Marke von 1 Mio. t gefallen, die in den Vorwochen aufgerufen wurden.

Mais: Noch in dieser Woche will China ein Mais-Angebot auflegen. US-Händler rechnen sich ungeachtet der Handelsstreitigkeiten der beiden Regierungen Chancen aus, Mais liefern zu können. Die Händler vertrauen dem US-Präsident Donald Trump, der per Twitter verbreitete, er rechne mit Gesprächsbereitschaft von China zum drohenden Handelskrieg. Denn auch den US-Mais könnte es treffen, wenn China seine Zölle von 25 Prozent umsetzen würde. Die Meldungen beflügeln die  Maisnotierungen an der CBoT, die um 2,25 Cent auf 3,90 US-$/bushel (umgerechnet 124,70 €/t) am Montag höher als am Freitag liegen. Auch in Paris zeigen die Pfeile nach oben. Mais zur Auslieferung im Juni verbessert sich leicht auf 168,00 €/t und liegt damit gleichauf mit Weizen.

Euro/Dollar: Der Eurokurs schwankte am Montag und notiert heute morgen bei 1,2311 US-$.

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