Märkte am Morgen: Getreide

EU-Exporte bekommen Schwung


Die EU-Weizenexporte nehmen Fahrt auf. Die Maisimporte in die EU fallen doppelt so hoch wie im Vorjahr aus.

Weizen: Für rund 423.000 t Weizen wurden in der Woche 5. bis zum 11. April Lizenzen gezogen, teilt die EU-Kommission mit. Es sind seit drei Monaten die höchsten wöchentlichen Mengen im laufenden Vermarktungsjahr 2017/18. Den Löwenanteil stemmte mit 260.527 t Frankreich. Damit steigen die französischen Lieferungen für 2017/18 auf 5,8 Mio. t. Trotz der guten Wochenzahlen liegen die europäischen Weizenexporte um 24 Prozent unterhalb der vergleichbaren Exportmenge des Vorjahres von 15,2 Mio. t. Auffallend hoch ist in diesem Jahr der Verbrauch von Weizen im Binnenland. Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) hat den EU-Verbrauch auf rund 131 Mio. t geschätzt, 2 Prozent höher als 2016/17. Die guten Nachrichten von den Seehäfen scheint die Euronext nicht zu tangieren. Der Mai-Kurs für Weizen schließt am Donnerstag im Minus bei 166,50 €/t.

Technische Verkäufe bestimmen das Börsengeschehen in Chicago. Der Weizen-Kontrakt für Mai verliert 6,25 Cent auf 4,81 US-$/bushel (umgerechnet 431 €/t). Die wöchentlichen US-Weizenexporte entsprechen mit 121.000 t nicht den Erwartungen der Händler, die mit 350.000 t gerechnet hatten. Schneefälle in Teilen von South Dakota, Nebraska und Minnesota verhinderten einen größeren Kursrutsch.

Mais: In Chicago endet der Frontmonat Mai für Mais mit 3,88 US-$/bushel (umgerechnet 343,60 €/t) geringfügig höher als am Vortag. Der Maismarkt ist gefangen zwischen kurzfristigen technischen Verkäufen und einigen spekulativen Käufen. Etwas enttäuscht haben die wöchentlichen Exporte für US-Mais. Mit offiziell rund 840.000 t lagen die Ausfuhren unterhalb Range zwischen 900.000 bis 1,6 Mio. t, die Marktbeobachter erwartet hatten. Die Kälte in den Anbaugebieten gibt den Kursen Halt.

Die Getreidebehörde in Buenos Aires berichtet von einer minimalen Verbesserung der Bestände in den Mais-Anbaugebieten in Argentinien. Nunmehr sollen sich 77 Prozent der Pflanzen in einem schlechten Zustand befinden, zuvor waren es 78 Prozent.

In die EU lieferte Argentinien bislang rund 233.700 Mio. t, das ist ein Anstieg in Höhe von 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr. China beendete die erste Auktion seiner Mais-Lagerbestände und konnte 3,33 Mio. t alten Mais auslagern. Die wöchentlichen Importe von Mais in die EU bis zum 11. April erreichen 33.701 t. Damit summieren sich die Importmengen 2017/18 auf 13,4 Mio.t. Das ist fast doppelt so viel wie im Vorjahr. Juni-Mais an der Euronext verliert am Donnerstag um 1 auf 166,25 €/t.

Euro/Dollar: Der Euro steht zum US-Dollar unter Druck. Die Gemeinschaftswährung kostete am Donnerstag 1,2323 US-$. Die aktuellen Notenbankprotokolle sorgen für Zuversicht. Die Währungshüter sprechen sich für  weitere Zinsanhebungen aus, die Wirtschaft ist stabil und die Börsen haben sich nach den gemäßigteren Tönen aus Washington zu einem Militärschlag in Syrien wieder beruhigt.

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