Märkte am Morgen: Getreide

US-Weizen taumelt ins Minus


Die EU erhebt nun Zölle auf Mais, Motorräder und Wiskey. Der US-Präsident reagierte sofort und droht erneut, deutsche Autos mit Strafzöllen zu belegen. Der Handelskrieg lähmt die Börsen.

Weizen: Technische Verkäufe sorgten am vergangenen Freitag für einen Dämpfer bei den Weizenkursen in Chicago. Regenmeldungen im US-Bundesstaat Kansas und weiteren Teilen im östlichen Mittleren Westen drückten auf die Notierungen. Der Juli-Weizen endet am Freitag bei 4,91 US-$/bushel im Minus. Am frühen Montagmorgen stehen die Vorzeichen auf rot. Der Sommerweizen soll hohe Erträge bringen, 73 Prozent der Bestände werden vom USDA als gut eingeschätzt.

Die immer deutlicher werdenden Ertragseinbußen in Russland stützen jedoch die US-Weizen-Futures. Die Produktion soll in Russland auf 67,4 Mio. t Weizen sinken 2018/19. Das wäre ein Rückgang von 21,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die staaatliche Einkaufsbehörde in Bangladesch hat einen internationalen Tender über 50.000 t Weizen aufgelegt. Die Einreichungsfrist geht bis zum 3. Juli. Der Weizen soll innerhalb von 40 Tagen nach Auftragsbestätigung ausgeliefert werden.

An der Euronext endet der Handel ruhig am vergangenen Freitag bei unverändert 176,25 €/t gegenüber dem Vortag. Der Dezember-Kontrakt ist ebenfalls kaum aufgerufen und schließt bei 180,25 €/t. Die Zahlen der EU vom 1. Juli 2017 bis 19.Juni 2018 machen die schwachen Weizenexporte immer deutlicher. Mit nur 19,3 Mio. t Weizen hat die EU in diesem Wirtschaftsjahr rund 18 Prozent weniger exportiert als 2016/17. Gerste ist dafür ein Exportschlager. Hier beträgt das Minus mit 5,3 Mio. t Gerstenlieferungen nur 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Mais: US-notiert am vergangenen Freitag unverändert seitwärts. Die Furcht vor einem weltweiten Handelskrieg begrenzt den Hunger von Investoren. Auf der anderen Seite wirkt sich die Dürre in Brasilien auf die Sojaerträge aus, was dazu führt, dass manche Käufer in den USA ordern. Berichte, wonach die US-Ethanolexporte nach China storniert werden, machen die Runde. Mais an der CBoT schließt am vergangenen Freitag bei 3,57 US-$/bushel. Am frühen Montag geht es schon wieder abwärts. An der Pariser Börse geht der August-Kontrakt für Mais nachgebend mit 164,75 €/t aus dem Handel.

Euro/Dollar: Die Einigung der EU-Finanzminister über die Zahlung des 3. Hilfspakets an Griechenland hat  den Euro angetrieben. Am Freitag notiert der Euro bei 1,1630 US-$. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1648 (Donnerstag: 1,1538) US-$ fest.

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