Märkte am Morgen: Getreide

Paris-Weizen ringt um 200-Euro-Marke


Die Weizenfutures in Chicago und Paris starten etwas angeschlagen in die neue Woche. Die Hitzewelle in den wichtigen weltweiten Anbaugebieten hält an.

Weizen: Weizen präsentiert sich nach einer aufregenden Vorwoche gemischt. Gewinne verbucht der Sommerweizen in Minneapolis. Dafür gibt es am Freitag Verluste in Chicago um 6 Cent auf 5,30 US-$/bushel (umgerechnet 167 €/t) und Kansas City auf 5,32 US-$/bushel (167,50 €/t). Sofortverkäufe von 270.000 t Mais zu unbekannten Bestimmungsorten meldete das USDA.  Die sinkenden Produktionsaussichten in Europa und in der Schwarzmeerregion veranlassten den Internationalen Getreiderat (IGC), die weltweite Weizenproduktion für 2018/19 auf 721 Mio. t zu senken. Das sind 37 Mio. t weniger als vor einem Jahr.  Der U.S. Wheat Quality Council hat seine Tour durch die US-Anbaugebiete abgeschlossen. Die Erträge sollen unter Vorjahr liegen, aber können sich gegenüber dem Fünfjahres-Durchschnitt behaupten, so die Einschätzung.
An der Euronext in Paris gelingt es den Kursen nicht, endgültig über die 200-Euro-Marke zu springen. Der September landet am Freitag bei 197,25 €/t, ein Rückgang von 0,50 €/t. Der meist gehandelte Dezember-Kontrakt steht bei 199,75 €/t. In Deutschland liegen die Erzeugerpreise für Getreide um rund 10 Prozent über Vorjahr.
Das Thema Dürre erreicht die Politik. Am Dienstag findet ein Dürregipfel in Berlin statt. Der Deutsche Bauernverband (DBV) beziffert die Ernteverluste auf 1 Mrd. €. Der Bund soll helfen. Wetterprognosen zufolge soll sich an der Hitze auch in dieser Woche nichts ändern.

Mais: Die Mais-Kurse an der CBoT schlossen am Freitag mit 3,62 US-$/bushel (umgerechnet 122 €/t) fast unverändert. Marktteilnehmer sprechen nach den Kursgewinnen im Wochenverlauf von einer gewissen Konsolidierung. Der International Grains Council (IGC) senkte in seinem Juli-Bericht die weltweiten Mais-Endbestände 2018/19 um 4 auf 249 Mio. t. Als Grund nennt der IGC einen steigenden weltweiten Verbrauch.
Die Hitzewelle in Europa setzt auch den guten Maisbeständen sehr zu. Die Erträge dürften sinken. An der Euronext endet Mais für August allerdings schwächer um 3 auf 179,25 €/t. Im Handel werden höhere Maisimporte aus den USA erwartet.

Euro/Dollar: Der Euro löst sich bei 1,1657 US-$ etwas von seinem Schock, nachdem EZB-Chef Mario Draghi in der vergangenen Woche erklärt hatte, die Zinsen würden noch lange auf niedrigem Niveau bleiben und die Leitzinsen unverändert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am vergangenen Freitag auf 1,1625 US-$ fest.

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