Märkte am Morgen: Getreide

Schwarzmeer liefert Mais nach Frankreich


Niedrigere Maiserträge in den USA geben den Kursen zunächst Halt, um dann heute Morgen wieder zu fallen. Die Dürre in Australien wird immer dramatischer.

Weizen: Die im Wasde-Report vom US-Landwirtschaftsministerium (USDA) geschilderten Auswirkungen der Dürre auf die Produktion macht am vorigen Freitag immer noch großen Eindruck. Der Dezember-Weizen an der CBoT klettert um 9,75 auf 5,17 US-$/bushel (umgerechnet 164 €/t). Es kam zu breit angelegten spekulativen Käufen am Weizenmarkt. Die wöchentlichen Weizenexportverkäufe in den USA waren enttäuschend. Die rund 87.000 t Weizen-Geschäfte lagen weit unter den Vorab-Prognosen. An der Euronext in Paris steigt der Dezember-Kontrakt um 1,25 auf 204,75 €/t. Am Montagmorgen stehen die Vorzeichen in den USA bei Weizen weiter auf grün.


Mais:
Spekulative Käufe unterstützen am Maismarkt in Chicago die Futures. Der Dezember-Termin legt um 4,50 auf 3,73 US-$/bushel (umgerechnet 127 €/t) zu. Die wöchentlichen US-Maisausfuhren in Höhe von etwa 1 Mio. t entsprachen den Handelserwartungen, lagen jedoch deutlich über den Vorjahres- und Vorwochenwerten. Das französische Analystenhaus Strategie Grain hat seine Schätzung für die europäische Maisproduktion 2018/19 um 1,0 auf 59,4 Mio. t erhöht.

Die Maispreise in Frankreich sind derzeit auf einem festen Niveau. Händler berichten gegenüber Agricensus, dass 25.000 t Mais aus Bulgarien auf dem Weg zum französischen Atlantikhafen La Pallice sind. Das wäre laut den Händlern "außergewöhnlich“, da von La Pallice normalerweise Mais exportiert wird und ein Lieferhafen der Euronext ist.

Die Preise für Mais fob Rumänien liegen bei 150 €/t, zuzüglich Fracht von 18 €/t ergibt sich ein Grundpreis von 170 €/t. Im Vergleich dazu notiert Mais für November an der Euronext in Paris bei 174,25 €/t am vorigen Freitag. Am frühen Montagmorgen müssen vorbörslich die Maiskurse ihre Gewinne vom Freitag wieder abgeben. Die französischen Maispreise sind seit Sommer wegen der Dürre gestiegen. France Agrimer schätzt nun dieMaisernte für 2018/19 auf rund 11,5 Mio. t - ein Minus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Auf der anderen Seite standen die Preise für Mais sowohl am Schwarzen Meer als auch weltweit unter Druck, da die USA und die Ukraine viel Ware ernten. Für die Ukraine liegen die Schätzungen bei rund 30 Mio. t, etwa 20 Prozent mehr als 2017/18.

Euro/Dollar: Der Euro wagte am vergangenen Freitag einen Abstecher über die Marke von 1,1600 US-$. Die europäische Währung steht am Montagmorgen bei 1,1546 US-$.

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