Märkte am Morgen: Getreide

Langfristige Abkehr von Weizen


Die Weizen-Futures in den USA enden am vorigen Freitag erneut fester. Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) erwartet in seiner Langfristprognose kurzfristig einen Anstieg, aber langfristig einen Rückgang der Weizenflächen.


Weizen:  Nach den ersten Auswertungen der Langfristprognose bis 2028 zum Anbau in den USA könnten die US-Farmer 2019/20 die Weizenfläche um gut  3 auf 51 Mio. acres (rund 20 Mio. ha) ausdehnen. Dies steht in der Vorabberichterstattung zum „Agricultural Projections to 2028“, den das USDA am Freitag veröffentlichte. Jedoch in den kommenden zehn Jahren bis 2028/29 erwartet das USDA eine geringere Weizenanbaufläche. Den finalen Report wird  das USDA im Februar 2019 vorlegen.

Japan zählt derzeit zu den besten Kunden von US-Weizen. Die Nachrichten, dass Russland aus Qualitätsgründen die Exporte in zwei Schlüsselregionen aussetzen könnte, mehren sich.

An der Chicagoer Börse kommt es zu einer gewissen Konsolidierung. Der Dezember-Weizen kann noch einmal leicht auf 5,08 US-$/bushel zulegen (umgerechnet 164 €/t). Der Dezember-Termin an der Euronext in Paris geht unverändert mit 200,75 €/t ins Wochenende. Die späteren Termine ab Mai 2019 haben alle ein rotes Vorzeichen. Am Montag legen die Notierungen weiter zu.

Mais: Freundlich gestimmt verabschieden sich die Maiskurse an der CBoT ins Wochenende. Der Dezember-Termin verbessert sich um 4,50 Cent auf 3,71 US-$/bushel (umgerechnet 128 €/t). In Paris an der Euronext gibt es kleine Umsätze beim Mais. Der Frontmonat November steht bei 169,50 €/t.  

Das USDA rechnet in seinem Vorabbericht über die langfristige Flächenentwicklung in den USA bis 2028/29 damit, dass die US-Farmer 2019/20 die Maisanbauflächen leicht um 3 auf 92 Mio. acres (rund 37 Mio. ha) erweitern. Die Maisfläche könnte laut USDA-Report bis auf 93 Mio. acres steigen, um dann vielleicht bis 2028/29 auf 91,5 Mio. acres wieder zu sinken.

Den Sojaanbau schätzt das USDA in den kommenden zehn Jahren rückläufig ein. In Argentinien teilt die Getreidebörse in Buenos Aires mit, dass rund 36  Prozent der Maisfelder bestellt sind. Das ist nur eine minimale Verbesserung gegenüber der Vorwoche.

Euro/Dollar: Der Euro sackt wieder abwärts auf 1,1388 US-$. Der US-Dollarkurs erstarkt durch positive Arbeitsmarktzahlen in den USA.

 

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