Märkte am Morgen: Getreide

Weizen befreit sich aus der Abwärtsspirale


Mit fortschreitender Vegetation bei günstiger Witterung steigen die Erwartungen an die diesjährige Getreideernte. Die Kurse in Chicago erholen sich zum Wochenende.

 

Weizen: Die Weizen- und Maiskurse haben die Abwärtsspirale an der Chicago Board of Trade (CBoT) in Chicago durchbrochen. Ein wenig folgen sie auch den positiven Vorgaben aus Paris und der Schwarzmeerküste. Fondsgesellschaften stellen Positionen für Käufe ein. Keinen Grund zur Freude haben Börsianer angesichts der enttäuschenden Exporte von US-Weizen. Die Ausfuhren blieben mit 346.000 t unterhalb der Erwartungen in der Woche bis zum 7. März, teilt das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) mit.

Der Mai-Kontrakt an der CBoT gewinnt am Freitag um 9,50 US-Cent auf 4,62 US-$/bushel (umgerechnet 149,75  €/t). Das US-Analystenhaus Allendale Inc. sagt für die USA eine Anbaufläche von 47,4 Mio. acres Weizen voraus. Das wäre ein Rückgang um 400.000 acres gegenüber dem Vorjahr.

An der Euronext in Paris sind die Kurse endlich wieder gestiegen. Weizen zur Lieferung im Mai verbessert sich um 1,50 auf 189,25 €/t. In der vorigen Woche hatte das französische Getreideamt France Agrimer mitgeteilt, dass sich die Exportchancen für EU-Weizen verbessern.

Das Agrarministerium in Kiew korrigiert seine Angaben zu den Getreideexporten seit Beginn des laufenden Wirtschaftsjahr 2018/19 im Juli bis zum 13. März auf 34,3 Mio. t. Das sind 6,4 Mio. t mehr gegenüber 2017/18. Auf die einzelnen Kulturen verteilt exportierte das Land bislang 12,8 Mio. t Weizen und 3,3 Mio. t Gerste in Drittländer.

Das russische Agrarministerium erwartet für 2019 eine Getreideernte von 118 Mio. t, einschließlich 75 bis 78 Mio. t Weizen. Im Vorjahr erntete Russland 113 Mio. t Getreide, davon knapp 72 Mio. t Weizen. Das Ministerium in Moskau nennt einen Anstieg der Aussaatflächen von Getreide auf 80,5 Mio. ha, davon 52,3 Mio. ha Sommerungen.

Mais: Das US-Analystenhaus Allendale Inc. hat neue Prognosen über die Aussaatflächen in den USA von Mais  herausgegeben. Erwartet werden rund 91 Mio. acres, ein Anstieg um 2,3 Mio. acres gegenüber 2018. Die Mais-Futures an der CBoT klettern um 3 US-Cent auf 3,73 US-$/t (umgerechnet 129,60 €/t).

Die Ukraine hat vom Juli 2018 bis 13. März 2019 bereits 17,6 Mio. t Mais exportiert, teilt das Agrarministerium mit. Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) hat die wöchentlichen Maisausfuhren zum 7. März mit 846.600 t angegeben. Sie liegen damit am oberen Ende der Erwartungen im Handel. Der europäische Maismarkt bleibt von den positiven Vorgaben von Weizen unbeeindruckt. Der Juni-Termin gibt an der Euronext am Freitag leicht auf 170,50 €/t nach.  

Euro:
Der Euro hat sich am Freitag nach einer Achterbahnfahrt bei gut 1,1300 US-$ stabilisiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1308 (Donnerstag: 1,1295) US-$ fest. Am Montagmorgen steht der Euro bei 1,1333 US-$.

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