Märkte am Morgen: Getreide

Russland verliert an Frankreich


Nachdem fast drei Viertel des Getreides gedroschen sind, zeichnet sich in Kasachstan eine kleinere Ernte als im vergangenen Jahr ab.
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Nachdem fast drei Viertel des Getreides gedroschen sind, zeichnet sich in Kasachstan eine kleinere Ernte als im vergangenen Jahr ab.

Verzögerungen bei Mais-Ernte in den USA. Russland erwartet eine höhere Weizenernte als vergangenen Jahr, verliert jedoch im Exportgeschäft Boden an Frankreich und Ukraine. Der Euro legt zu.

Weizen: Der Weizenkontrakt für Dezember schloss am Montag an der Chicago Board of Trade (CBoT) mit einem Minus von 1,25 US-Cent bei 4,89 US-$/bushel (umgerechnet rund 163 €/t. Auch der Hard Red Weizen in Kansas beendete den Handel 1,75 US-Cent niedriger bei 4,02 US-$/bushel.

An der Euronext in Paris schloss der meistgehandelte Dezemberkontrakt mit einem leichten Plus von 0,25 Cent bei 176,50 €/t. Somit ist US-Weizen wegen höherer Frachtkosten nicht wettbewerbsfähig bei Lieferungen nach Nordafrika, etwa nach Ägypten, dessen Ausschreibung für Weizenlieferungen für Mitte November am heutigen Dienstag ausläuft. Nach Angaben des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) blieben die Weizenexporte in der vergangenen Woche mit 385.259 t gut 14 Prozent hinter dem Wert der Vorjahreswoche zurück. Der Erntefortschritt beim Sommerweizen in den USA bewegte sich in der Woche um nur einen Prozentpunkt auf 91 Prozent. Auch die Aussaat von Winterweizen bleibt mit 52 Prozent leicht hinter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre zurück.

Das Ukrainische Agrarministerium meldet für das laufende Jahr ein sattes Plus bei der bisherigen Ausfuhr von Weizen um 3,55 auf über 9 Mio t. In Russland erhöhen Analysten des IKAR-Instituts und der Russischen Getreideunion ihre Schätzung für die Weizenernte nach oben. IKAR geht von einem Plus von 400.000 t auf 75,4 Mio t. aus, während die Getreideunion ihre Vorhersage auf 75,8 Mio t. anhob. Gleichzeitig geht die Getreideunion davon aus, dass die Exporte im laufenden Wirtschaftsjahr wegen Konkurrenz aus Frankreich und der Ukraine mit 34 Mio. t um 1,3 Mio t. hinter dem Vorjahreswert bleiben.

Mais: In den USA verläuft die Maisernte langsamer als erwartet und stützt die Kurse an der Börse in Chicago. Der Dezemberkontrakt ging am Montag mit einem Plus von 2,25 US-Cent bei 3,87 US-$/bushel (umgerechnet 138,81 €/t) aus dem Handel. Nach Angaben des US-Agrarministeriums (USDA) liegt der Reifegrad mit 58 Prozent deutlich unter dem Schnitt der Vergleichsjahre von 85 Prozent. Der Erntefortschritt bliebt laut dem National Agricultural Statistics Service (NASS) mit 15 Prozent ebenfalls hinter den für diese Jahreszeit üblichen 18 Prozent zurück. Nur für 56 Prozent der Ware gibt es die Auszeichnung exzellent.Zusätzlichen Auftrieb bekamen die Kurse angesichts möglicher Schneestürme in Nord- und Süd-Dakota und im Westen des Bundesstaats Minnesota. Am Dienstagmorgen notierte  der Dezember-Mais in Chicago bei 3,88 US-$/bushel (umgerechnet 139,17 €/t). In Paris ging der Maiskontrakt für den gleichen Monat am Montag mit einem leichten Minus von 0,25 Cent bei 164,25 €/t aus dem Handel.

 

Euro/Dollar: Der Euro stabilisiert sich leicht unterhalb der Marke von 1,10 US-$ . Am Montag bekam die amerikanische Währung leichten Auftrieb angesichts der erwarteten Handelsgespräche zwischen USA und China, auch wenn die Aussichten auf eine Einigung gering sind. Die Europäische Zentralbank  hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,0993 US-$ festgesetzt.Am Montagmorgen notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,0974 US-$ .

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