Getreidemarkt

Neue Schätzung aus Russland


Foto: Saatbau Linz

Das USDA Büro im Moskau passt seine Prognose für die russische Weizenernte an. An den Börsen in Paris und Chicago steigt die Spannung vor der Veröffentlichung des Wasde am heutigen Freitag.



Weizen:
Das Büro des US-Agrarministeriums USDA sieht die Russische Weizenernte nun bei 74 Mio. t , das sind zwar 5 Mio. t weniger als im April vorhergesagt wurde, liegt aber um 1,5 Mio. t über dem Wert aus dem Oktober-Wasde. Russische Behörden sehen die Erntemenge bei knapp 80 Mio. t

An der Euronext in Paris schließt der Weizenkontrakt leicht schwächer bei 178,25 €/t. An der Chicagoer Börse (CBoT) gibt sich der Weizenkontrakt für Dezember ebenfalls bedeckt und muss 4,25 US-Cent auf 512 Cent/bushel (umgerechnet 170,43 €/t) abgeben. Am Freitagmorgen geht es unverändert schwach weiter. Die Weizenexporte aus den USA beziffert das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) für die Woche bis zum 1. November auf 360.000 t. Das waren 27 Prozent weniger als in der Woche davor.

Ein Grund für die schwache Nachfrage aus dem Ausland nach US-Weizen könnte die Logistik sein. Einem Bericht des USDA zufolge sind die Transportkosten zur Verschiffung von Weizen aus dem Mittleren Westen der USA nach Japan im 3. Quartal 2019 wegen gestiegener Schiffsfrachten erheblich gestiegen.

Mais: Auf dem internationalen Markt kauft Südkorea rund 201.000 t Mais zur Lieferung im Februar 2020 optionaler Herkunft. An der Chicagoer Börse verlief der Handel mit Mais am Donnerstag vorsichtig, da heute die Veröffentlichung des Wasde-Berichts über die aktuelle Bilanz der Maisproduktion in den USA und weltweit zum Börsenbeginn bevorsteht. Der Januar-Kontrakt verliert um 3,75 US-Cent auf 375 Cent/bushel (133,63 €/t). Für die Woche zum 1. November  meldet das USDA Maisexporte in Höhe von 488.000 t , das sind 11 Prozent weniger als in der Woche zum 25. Oktober aber 15 Prozent mehr als der Vier-Wochen-Durchschnitt im Oktober. Die wichtigsten Einkäufer waren die Philippinen, Thailand und andere Destinationen. An der Euronext in Paris geht es mit dem Mais weiter abwärts und endet bei 163,75 €/t.

Euro: Der Euro musste dagegen seine kurzfristigen Kursgewinne abgeben. Die Gemeinschaftswährung rutschte am Donnerstag auf 1,1046 US-$ ab. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1077 US-$ fest. Am Freitagmorgen steht sie bei 1,1052 US-$.

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