Märkte am Morgen: Getreide

Exportflaute hält an


Das französische Getreideamt France Agrimer rechnet mit weniger Weizenlieferungen in Drittländer im Vermarktungsjahr 2017/18. An der Euronext verharren die Notierungen für Weizen und Mais auf schwachem Niveau.

Agrimer reagiert mit der Korrektur der Exportzahlen für 2017/18 auf die schwache Nachfrage nach europäischen Weizen. Immer deutlicher wird das Unvermögen, gegen die preisgünstigen Offerten aus Russland etwas ausrichten zu können Ein starker Eurokurs macht alle Hoffnungen, dass das Exportgeschäft in Deutschland und Frankreich endlich anspringt, zunichte. Die wöchentlichen Exportzahlen der EU sind ernüchternd. Im laufenden Wirtschaftsjahr 2017/18 von Juli bis Mitte November sind bislang aus der EU 7,5 Mio. t Weizen in Drittländer gegangen. Das sind 2,2 Mio. t oder 23 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Diese Entwicklung belastet auch die Kassamärkte. Kursrückgänge in Paris werden derzeit nicht durch höhere Prämien ausgeglichen.

An der Euronext verabschiedet sich der Dezember-Weizen am vergangenen Freitag unverändert mit 158 €/t ins Wochenende.  

 

In Chicago verzeichnet der Lieferkontrakt für Dezember hingegen kräftige Gewinne und legt um 5,75 Cent auf 4,27 US-$/bushel zu. Ein niedriger US-Dollar fördert die Wettbewerbsfähigkeit von US-Weizen auf dem Weltmarkt. Allerdings begrenzen immer wieder die günstigen Offerten aus Russland die Exportphantasien. Am Donnerstag wurde offiziell bekannt, dass Ägypten 240.000 t Weizen in Russland gekauft hat. Über steigende Weizenausfuhren berichten staatliche Stellen in Kanada.

 

Euro/Dollar: Der Euro kletterte am Freitag auf 1,18 US-$.

Mais: Die Maisfutures an der Chicagoer Börse (CBoT) holten am Freitag auf. Der Dezemberkontrakt stieg um 2 Prozent auf 3,43 US-$/bushel. Es kam zu umfangreichen Short-Abdeckungen der Fondsgesellschaften. Für positive Stimmung sorgten Händlerberichte, wonach Spekulanten große Short-Positionen aufgebaut hätten. Dies dürfte Grund für die Kurssprünge und die kurzfristigen Deckungskäufe sein. Für zusätzlichen Auftrieb sorgen Berichten, dass an den US-Export-Terminals am Pazifik Schiffe zur Verladung von Mais Richtung China bereitstehen. Solche Meldungen geben den Börsen Auftrieb. An der Euronext in Paris kommt Mais über 156 €/t nicht hinaus.

 

stats