Märkte am Morgen: Getreide

Fester Euro trübt die Stimmung


Auf dem internationalen Weizenmarkt bleibt die Konkurrenz hart. Tender für Nordafrika werden in dieser Woche zeigen, wer die besseren Karten hat.

Weizen: An der Matif gelingt dem Weizen auch am Dienstag keine Trendwende. Nach einem guten Start ließ ein festerer Euro die Gewinne schmelzen. Der März schloss schließlich mit einem kleinen Minus von 25 Cent bei 201,50 €/t, dem tiefsten Stand seit mehr als drei Monaten. In den USA zeigte der Weizenmarkt keine klare Richtung. Soft Red Winter stieg in Chicago um 1,75 Cent auf 520 Cent/bushel und wird heute Morgen bei 519,25 Cent/bushel (168,22 €/t) gehandelt. In Kansas gab Weizen um 1,75 Cent auf 492,00 Cent/bushel nach, in Minneapolis stiegen die Notierungen um 3,5 Cent auf 577,25 Cent/bushel.

Die staatliche Getreideagentur Tunesiens hat einen Tender mit 92.000 t Durum, 100.000 t Weichweizen und 75.000 t Futtergerste ausgeschrieben, der am Freitag geschlossen wird. Auch Algerien hat weitere Weizenimporte ausgeschrieben. Die Stimmung an der Matif wird davon abhängen, wie sich europäischer Weizen in dieser Woche auf den Exportmärkten behaupten kann. Als starke Konkurrenz zeigten sich zuletzt die USA. Im Handel hält sich die Sorge, dass die EU das geplante Exportvolumen von 22 Mio. t verfehlen könnte, wenn das Exporttempo weiter so ruhig bleibt. Bis zum 10. Februar lieferten die EU-Staaten knapp 11 Mio. t Weizen (einschließlich Mehl) in Drittstaaten.


In der Ukraine entwickeln sich die Winterkulturen weiter unter nahezu optimalen Bedingungen. UkrAgroConsult spricht von den günstigsten Wetterverhältnissen seit Jahrzehnten. Die Temperaturen sind nicht zu niedrig und die Pflanzen sind von einer Schneedecke geschützt. Niederschläge sichern die Wasserversorgung. Insgesamt wird der Zustand der Winterkulturen als gut beschrieben.

Mais: In Chicago schloss Mais, gestützt von festeren Sojabohnen, mit deutlichen Gewinnen. Der März legte um 5,50 Cent auf 378,25 Cent/bushel zu und wird heute Morgen bei 377,50 Cent/bushel (131,09 €/t) leicht schwächer gehandelt. In Paris gab Mais um 50 Cent auf 176,50 €/t nach.

In Brasilien ließ Conab seine Prognose für die Maisernte nahezu unverändert. Die erste Maisernte wird mit 26,45 Mio. t um rund 1 Mio. t kleiner geschätzt, die zweite mit 65,2 Mio. t etwas größer. Insgesamt ergibt sich ein Rückgang um 462.000 t auf 91,65 Mio. t. Im vergangenen Jahr wurden in Brasilien 80,71 Mio. t Mais geerntet. Die aktuelle Schätzung des USDA liegt für diese Saison bei 94,5 Mio. t.

Euro/US-Dollar: Nennenswerte neue Nachrichten zur Konjunkturentwicklung blieben gestern aus. Der Euro konnte sich leicht erholen, nachdem er am Dienstagvormittag auf den tiefsten Stand seit November gefallen war. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1296 (Montag: 1,1309) US-$ fest. Heute Morgen wird der Euro mit 1,1334 US-$ gehandelt.

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