Märkte am Morgen: Getreide

Fonds starten Weizen-Rally


Mit dem größten Tagesgewinn seit sieben Monaten macht Weizen an der CBoT einen Sprung nach oben. IEG Vantage gibt eine neue Prognose zu den Anbauflächen in den USA ab.

Weizen: Institutionelle Anleger nutzten die niedrigen Preise für Short-Eindeckungen und verschafften damit dem Weizen in Chicago einen Tagesgewinn von mehr als 5 Prozent. Der Mai-Future schloss mit einem Plus von 24,5 Cent bei 453 Cent/bushel und notiert heute Morgen bei 449,50 Cent/bushel (146,29 €/t) wieder etwas schwächer. Auch in Kansas und Minneapolis legten die Kurse deutlich zu. Die Matif nutzte den Rückenwind aus den USA. Der neue Frontmonat Mai machte einen Sprung um 3,00 auf 184,25 €/t.

Angesichts der großen Short-Positionen hatten Analysten damit gerechnet, dass Fondmanager bei einem für sie attraktiven Preisniveau Eindeckungen vornehmen und so die Kurse stützen. Fundamental neue Nachrichten gab es am Dienstag nicht. In Russland sind die Witterungsbedingungen für Winterweizen weiter gut. In Deutschland haben die Regenfälle der vergangenen Tage die teilweise unterdurchschnittliche Wasserversorgung im Boden verbessert und die Furcht vor Trockenschäden verringert.


Die Analysten von IEG Vantage kürzten ihre Prognose für die gesamte Weizenfläche in den USA auf 46,72 Mio acres und reduzierten dabei vor allem den Anbau von Sommerweizen. Das wäre weniger als im vergangenen Jahr (47,8 Mio. acres).

Mais: Die Maisnotierungen konnten nur etwas von der Weizen-Rally profitieren. Der März schloss in Chicago mit einem Plus von 4 Cent bei 356,5 Cent/bushel (124,38 €/t) und notiert heute Morgen nahezu unverändert. An der Euronext legte der Future um 2,50 auf 169,25 €/t zu.

Die Analysten von IEG Vantage hoben ihre Prognose für die Maisfläche in den USA um 180.000 auf 91,77 Mio. acres an und liegen damit höher als die Experten im USDA, die im März-Wasde eine Fläche von 89,1 Mio. acres veröffentlichten. In Brasilien verbesserten im Februar Regenfälle die Aussichten für die Maisernte. Conab hob seine Prognose um 1,1 auf 92,8 Mio. t an.

Euro/US-Dollar: Das britische Unterhaus hat den Vertrag über den Austritt aus der EU gestern erneut abgelehnt. Ein ungeordneter Brexit wird damit wahrscheinlicher. Dem Euro schadet das kaum. Er notiert am Morgen bei 1,1284 US-$ etwas fester. Der Euro-Pfund-Kurs schwankte gestern stark. Nach den deutlichen Gewinnen des Pfunds am Montagabend gab die britische Währung gestern wieder stark nach. Heute Morgen kostet ein britisches Pfund 1,1562 €.

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