Märkte am Morgen: Getreide

Kanada baut Vorsprung nach China aus


An der Euronext in Paris keimen Hoffnungen, dass Russlands Exportmotor stottern könnte. Am Ägypten-Tender bekommt US-Weizen den höchsten Zuschlag.

In den USA bleiben am Donnerstag die Börsen wegen Thanksgiving geschlossen. Am Freitag öffnen sie nur kurz.

Weizen: Überraschungen kommen aus Kanada. Das Land exportierte seit Beginn des Vermarktungsjahres 2018/19 bis Mitte November rund 5,44 Mio. t Weizen. Das ist eine Rekordsumme für die Zeit von 15 Wochen. Nach Angaben der kanadischen Getreidekommission erreichten nur in den Jahren 2014 und 2015 die kanadischen Weizenexporte mehr als 5 Mio. t in diesem Zeitraum.

Angesichts dieser guten Ausgangslage dürften die kanadischen Weizenexporte im Gesamtjahr 2018/19 auf 22,3 Mio. t steigen, gegenüber 22 Mio. t im Vorjahr. China ist derzeit der größte Abnehmer von kanadischem Weizen mit 366.000 t, gegenüber 121.000 t im vergangenen Jahr, gefolgt von Indonesien und den USA.

Für Aufmerksamkeit sorgte an der Euronext in Paris die Nachricht einer unerwarteten Lieferung von französischem Weizen nach China. Es wäre das erste Mal mit dieser Destination seit fünf Jahren. Der Weizenkontrakt schließt am Donnerstag leicht fester bei 200,75 €/t für den Dezember. Der März-Termin gewinnt am Donnerstag um 1,75 auf 204,25 €/t. Ausschlaggebend dafür waren attraktive Offerten von US-Weizen für den Ägpyten-Tender. Ägypten kauft 120.000 t US-Weizen sowie jeweils 60.000 t  in Russland und Rumänien.

Damit mehren sich die Hoffnungen, dass sich die Nachfrage nicht nur nach Russland orientiert, sondern auch andere Exportländer zum Zuge kommen. Der Internationale Getreiderat (IGC) hat am Donnerstag in seinem November-Report die weltweite Weizenerzeugung unverändert bei 729 Mio. t gelassen.

Mais: Die weltweite Maiserzeugung schätzt der IGC im November auf 1,074 Mrd. t. An der Euronext orientiert sich der Mais an der positiven Stimmung auf dem Weizenmarkt. Der Settlementkurs für Januar steht am Donnerstag bei 174,50 €/t leicht im Plus.

Euro/Dollar: Der Euro hat am Donnerstag die Marke von 1,14 US-$ von unten nach oben durchbrochen und ist bis auf 1,1433 US-$ gestiegen. Heute Morgen steht der Euro bei  1,1413 US-$.

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