Märkte am Morgen: Getreide

Russland setzt auf Sommergetreide


Das russische Ministerium gibt einen Flächenanstieg für Getreide bekannt. Rumänien exportiert weniger Gerste als im Vorjahr.


Weizen: Die Weizen-Futures in den USA schließen am Donnerstag mit 4,96 US-$/bushel (umgerechnet 160 €/t) für den Dezember leicht niedriger als am Vortag. Der Irak hat einen Tender aufgelegt für Weizen, mit der Option in den USA, Kanada oder Australien die Ware zu kaufen. Dem russischen Agrarministerium zufolge, bauen Landwirte in Russland mehr Getreide und weniger  Ölsaaten zur Ernte 2019 an. Die gesamte Anbaufläche dürfte demnach 80,5 Mio. ha betragen, das sind 1,6 Prozent oder 1,3 Mio. ha mehr als 2018, wobei der Fokus besonders auf einen Zuwachs bei den Sommerkulturen liegt. Etwa 53 Mio. ha davon seien für Sommersaaten vorgesehen. Das Beratungsunternehmen UkrAgroConsult in Kiew schätzt den Umfang von Sommerweizen auf rund 12,3 Mio. ha, das wäre ein Anstieg von 368.000 ha gegenüber Vorjahr. Die wöchentlichen Weizenexporte von Weizen taxiert das US-Landwirtschaftsministerium auf 377.000 t.

Im Oktober 2018/19 hat Rumänien 120.000 t Gerste exportiert, das sind rund 30 Prozent weniger als vor einem Jahr wo es 174.000 t Gerste waren. Von Juli bis Oktober verschiffte Rumänien rund 576.000 t Gerste über den Seehafen Constanza, das entspricht einem Rückgang von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Saudi-Arabien ist Hauptabnehmer von Gerste aus Rumänien, berichtet das Beratungsunternehmen UkrAgroConsult. An der Euronext rückt der Märztermin in den Vordergrund, der um 1,25 auf 201 €/t nachgibt. Die EU-Weizenexporte 2018/19 liegen in der aktuellen Veröffentlichung der EU-Kommission um 29 Prozent gegenüber Vorjahr zurück. Am Algerien Tender über 600.000 t Weizen wird neben Argentinien als Lieferant auch Uruguay und US-Weizen ins Spiel gebracht. Eigentlich ist das nordafrikanische Land Kunde von Frankreich.

Mais: Die Maispreise an der CBoT schließen nach einem gemischten Handelstag am Ende unverändert mit 373,25 US-$/t (umgerechnet 129 €/t) gegenüber Vortag. Die wöchentlichen Maisexporte belaufen sich laut USDA auf 1,266 Mio. t. Der Mischfutterhersteller South Korea’s Nonghyup Feed Inc (NOFI) aus Südkorea hat sich in einem Tender 70.000 t Mais gesichert. An der Euronext endet am Donnerstag ein ruhiger Handelstag für Mais bei 173 €/t zum Januartermin.

Euro/Dollar: Die Gemeinschaftswährung präsentiert sich am Donnerstag wieder stärker und notiert am Freitag morgen bei 1,1391 US-$.  Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1387 (Mittwoch: 1,1284) US-$. In den USA deutet sich nach den Äußerungen von Fed-Chef Jerome Powell eine Leitzinserhöhung von 0,25 im Dezember an. In der EU könnte sich eine Einigung im Haushaltsstreit mit Italien abzeichnen. Die Krise hatte den Euro zuletzt belastet. Die Arbeitslosenquote von 4,8 Prozent in Deutschland im November gibt fundamentalen Rückenwind.

 

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats