Märkte am Morgen: Getreide

Kurzer Freudensprung an den Börsen


Aufräumarbeiten nach dem turbulenten Mittwoch waren am Donnerstag an den Börsen in Paris und in den USA angesagt. Damit ist im frühen Handel schon wieder Schluss. Trumps erneute Ankündigung von Strafzöllen auf chinesische Produkte, darunter wahrscheinlich auf Weizen und Mais, wecken Sorgen um ein Abflauen der globalen Wirtschaft.

 

Weizen: An der Börse in Paris wurde der Algerientender in dieser Woche beobachtet. Die staatliche Einkaufsagentur OAIC kaufte 390.000 t Mahlweizen in einem Tender, der am Dienstag geschlossen wurde. OAIC bezahlte für den Weizen rund 229 US-$/t, c&f. Insgesamt seien vier Verkäufer beteiligt gewesen, darunter wahrscheinlich auch französische Händler. Die Lieferung ist im Juni vorgesehen, was Marktteilnehmer vermuten lässt, dass es der letzte Tender in diesem Wirtschaftsjahr 2017/18 gewesen sein könnte. Das Wirtschaftsjahr endet im Juni. Der Weizenkontrakt für Mai an der Euronext legt am Donnerstag um 1,50 auf 167 €/t zu.
Der US-Weizenabsatz kam in der Woche vor Ostern mit nur 109.000 t fast zum Erliegen. Lieferorte waren Thailand und Chile. Nun verfolgen Händler mit Sorge die weitere Entwicklung des Handelsstreit zwischen den USA und China, denn es könnten auch US-Weizen, Mais und Baumwolle neben Soja unter Strafzölle fallen.

An der CBoT verbessert sich Mai-Weizen leicht auf 464,60 US-$/bushel, umgerechnet rund 139,40 €/t. Die Aufwärtsbewegung am Donnerstag wurde unterstützt von kalten Nachttemperaturen in den US-Anbaugebieten im Weizengürtel. Hinzu kommen schwache Ratings für den Zustand der Bestände. Die Exportaussichten scheinen sich aufzuhellen. Im vorbörslichen Handel drehen die Kurse heute morgen ins Minus.

Mais: Die US-Maisverkäufe entwickelten sich in der letzten Märzwoche unterdurchschnittlich und erreichten knapp 900.000 t und blieben damit unter den 1 bis 1,5 Mio. t, die Marktanalysten festgelegt hatten. Es waren rund 63 Prozent weniger als im Vier-Wochen-Durchschnitt. Größere Abnehmerländer waren Südkorea, Japan und Mexiko. 

Eine Kurskorrektur setzte am Donnerstag bei Mais sein. Das sieht am Freitagmorgen im frühen Handel wieder anders aus. Schließlich ist davon auszugehen, dass China auch Mais auf seine Zollliste setzen wird. Spekulative Käufe waren am Donnerstag vorhanden. Börsenteilnehmer setzten auf die US-Verhandlungsbereitschaft. Der Mai-Kontrakt an der CBoT bewegte sich am Donnerstag höher und schloss bei 389,40 (umgerechnet 125 €/t).

Euro/Dollar: Der Euro hat nach den schwächer als erwartet ausgefallenen deutschen Industrieaufträgen nachgegeben und fällt am Donnerstag auf 1,2246 US-$.

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