Märkte am Morgen: Getreide

Frost bremst Aussaat in den USA


Für das Drillen von Winterweizen läuft in den Plains die Zeit davon. An der Börse in Chicago wird ein Rückgang der Anbaufläche eingepreist.

Weizen: In Chicago und Paris konnten die Weizennotierungen am Dienstag um knapp 1 Prozent zulegen. Die CBoT schloss mit einem Plus von 4,75 Cent bei 512 Cent/bushel und notiert heute Morgen bei 512,75 Cent/bushel (164 €/t) ebenfalls leicht fester. Soft Red Winter wird damit so hoch gehandelt wie zuletzt vor mehr als zwei Wochen. In Paris bewegt sich Weizen weiter knapp über der 200-Euro-Marke. Der Dezember zog um 1,00 auf 201,25 €/t an.

In den USA sorgt die langsamere Aussaat weiter für Unterstützung. Vor allem in Kansas und Oklahoma verzögern sich die Arbeiten. Für die kommenden Tage sind niedrige Temperaturen mit Werten unter Null Grad vorhergesagt. Das Zeitfenster für die Winterweizenaussaat schließt sich und die Anbaufläche könnte kleiner ausfallen als geplant. Vom neuen Wasde, den das USDA morgen veröffentlicht, erwarten Analysten einen Anstieg der US-Bestände um 13 auf 969 Mio. bushel (26,4 Mio. t).

Im europäischen Teil Russlands waren die Bedingungen für den Winterweizen im Oktober günstig. Die Temperaturen lagen leicht über dem Durchschnitt und fast überall sind die Böden ausreichend mit Wasser versorgt.

Mais: Gewinnmitnahmen sorgten in Chicago für leichte Verluste auf dem Maismarkt. Der Dezember gab 0,75 Cent auf 373,25 Cent/bushel (128 €/t) ab und steht heute Morgen mit 372,50 Cent/bushel ebenfalls knapp im Minus. An der Matif legte Mais um 50 Cent auf 172,25 €/t zu.

Auf dem Parkett war am Dienstag Zurückhaltung angesagt. Die Händler warteten auf die Ergebnisse der Zwischenwahlen für den Kongress und neue Zahlen aus dem US-Agrarministerium. Im November-Wasde rechnen sie mit einer leichten Kürzung bei den sehr hohen Flächenerträge und mit etwas kleineren Endbeständen in den USA. Die Maisproduktion könnte gegenüber dem Bericht aus dem Oktober um 57 Mio. bushel (1,45 Mio. t) auf 14,72 Mrd. bushel (593,91 Mio. t) sinken.

Euro/US-Dollar: Der Euro kann sich erholen und steigt wieder deutlich über 1,1400 US-$. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Dienstag auf 1,1428 (Montag: 1,1370) US-$ fest. Heute Morgen notiert der Euro bei 1,1461 erneut fester.

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