Märkte am Morgen: Getreide

Gute Aussichten in Russland


Nach einem milden Winter hofft das Agrarministerium in Moskau auf eine große Weizenernte. Weizen aus Rumänien sorgt in Ägypten für Probleme.

Weizen: Shorteindeckungen brachten am Dienstag in Chicago festere Weizenkurse. Der Mai legte an der CBoT um 7,25 Cent auf 462,75 Cent/bushel zu und notiert heute Morgen bei 461,50 Cent/bushel (150,16 €/t). In Paris verlor der am 14. März auslaufende Frontmonat 2,25 € auf 190,00 €/t, der Mai-Future legte um 50 Cent auf 187,50 €/t zu, der September um 1,25 € auf 177,25 €/t. Der Abstand zwischen der Mai- und September-Notierung schrumpfte damit seit dem 24. Januar von 18,75 auf 10,25 €.

Als bullischen Faktor sehen die Analysten an der CBoT, dass die institutionellen Anleger ihre Shortpositionen weiter ausgebaut haben. Laut dem jüngsten CFTC-Report stiegen sie bis zum 26. Februar um 12.000 auf 146.000, während die Longpositionen um 1.000 auf 86.000 gesenkt wurden. Neue Netto-Shortpositionen stiegen damit um 13.000 auf 60.000.


In der Schwarzmeerregion sind die Bedingungen für die diesjährige Getreideernte weiter gut. Das Landwirtschaftsministerium in Moskau schätzt das Potenzial für die Weizenernte derzeit bei 75 bis 78 Mio. t. Unter günstigen Umständen seien aber auch 80 Mio. t möglich, das wären 5 Mio. t weniger als im Rekordjahr 2017, aber 8,4 Mio. t mehr als im Vorjahr.

In der Ukraine hat die Aussaat von Sommerweizen und -gerste einen Monat früher begonnen als üblich. Die Frühjahrsdüngung für die Winterkulturen ist bereits zur Hälfte abgeschlossen.

Die staatliche ägyptische Getreideagentur GASC hat eine Ladung mit Weizen aus Rumänien abgelehnt, weil die vorgeschriebene Fallzahl von 200 Sek. nicht erreicht wurde.

Mais: Der Chicagoer Maismarkt konnte am Dienstag leicht zulegen. Der März schloss mit einem Plus von 1 Cent bei 384,50 Cent/bushel (127,52 €/t) und notiert heute Morgen unverändert. Die institutionellen Anleger an der CBoT setzten weiter auf fallende Preise sie bauten ihre Shortpositionen um 27.000 auf 337.000 Kontrakte aus. Die Longpositionen wuchsen um 13.000 auf 219.000 Kontrakte. In Paris läuft der März-Future morgen aus. Am Dienstag fiel er um 3,00 € auf 159,00 €/t. Der Juni schloss unverändert bei 170,00 €/t.

Euro/US-Dollar: Positive Wirtschaftsdaten aus den USA stärken den US-Dollar. Der Euro rutscht wieder unter 1,1300 US-$ und notiert heute Morgen bei 1,1295 US-$.

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