Märkte am Morgen: Getreide

Hard Red Winter unternimmt Flucht nach vorn


Sorgen über Trockenheit in den weltweit wichtigen Anbaugebieten verleiht den Weizennotierungen Flügel. Der Eurokurs notiert unterhalb von 1,18 US-$.

 

Weizen: Die größten Gewinne im US-Weizenhandel fuhr am Donnerstag der Hard Red Winter in Kansas City mit einem Plus von 5 Cent auf 5,19 US-$/bushel ein. Trockenheit in den großen weltweiten Anbaugebieten, darunter Australien, Nordamerika und Russland, gibt den Notierungen Aufwind. Sommerweizen dürfte in den USA mittlerweile zu 90 Prozent ausgesät sein. An der Chicagoer Börse klettert Juli-Weizen um 3,35 Cent auf 4,97 US-$/bushel (umgerechnet 155 €/t).

Die wöchentlichen US-Weizenexporte sind laut USDA niedrig mit 200.000 t. Rund 143.000 t aus früheren Abschlüssen wurden storniert. In der EU erreichen die Weizenexporte knapp einen Monat vor Ende des Vermarktungsjahres von Juli 2017 bis Mitte Mai 2018 rund 17,7 Mio. t. Das sind rund 20 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Deutschlands Weizenexporte 2017/18 summieren sich bisher auf 2,3 Mio. t, Frankreich schafft 5 Mio. t. In der abgelaufenen Woche gab es nur bescheidene 12.351 t Weizen-Auslieferungen aus der EU.

Schöne Pfingsten
Das Morgenmarktteam von agrarzeitung.de wünscht allen Lesern ein schönes Pfingstfest. Die nächsten Morgenmärkte für Getreide und Ölsaaten erscheinen am Dienstag, 22. Mai, auf agrarzeitung.de.
Mais: Die Maisfutures an der CBoT gehen, angelehnt an den schwächelnden Sojakomplex, mit 3,95 US-$/bushel (umgerechnet 130 €/t) angeschlagen aus dem Handel. Das USDA berichtet von wöchentlichen Exporten für Mais in Höhe von rund 1 Mio. t. Das entspricht dem oberen Ende der Handelsschätzungen. Jedoch sorgten Fortschritte bei der Aussaat im Mittleren Westen der USA für einen gewissen Druck auf die Notierungen.

Euro/Dollar: Ein schwächerer Eurokurs beflügelte am Donnerstag die Aktienkurse. Die Gemeinschaftswährung sackte auf unter 1,18 US-$. Am Freitag notierte der Euro bei 1,179. Für die Exporte könnte ein schwächerer Euro ebenfalls sehr von Nutzen sein. Die mögliche neue italienische Regierung dürfte laut Ökonomen zu einem anhaltenden Belastungsfaktor für den Euro werden. Sie werde "fiskalisch verantwortungslos" mit der Währung umgehen.

 

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats