Märkte am Morgen: Getreide

In Australien bleibt es trocken


Dem Westen Australiens droht vor der Weizenaussaat eine monatelange Dürre. In Argentinien lassen reichliche Niederschläge auf hohe Maiserträge hoffen.

Weizen: Die Weizennotierungen gaben am Donnerstag auf beiden Seiten des Atlantiks nach. In Chicago verlor Soft Red Winter 0,25 Cent auf 516,50 Cent/bushel. Heute Morgen wird er bei 616 Cent/bushel (165,82 €/t) gehandelt. In Paris gab Weizen um 1,50 auf 204,25 €/t nach. Ein starker Euro sorgte für den größten Tagesverlust seit drei Wochen. Die EU-Kommission verringerte ihre Prognose für die Weichweizenexporte 2018/19 um 2 auf 18 Mio. t.

In den USA wurden erstmals seit einem Monat wieder wöchentliche Exportzahlen veröffentlicht. Das USDA hat nach dem Regierungsstillstand zunächst die Verkäufe in der Woche bis zum 20. Dezember bekannt gegeben, die bei 526.000 t lagen. Ägypten rechnet in diesem Jahr mit einer Ausdehnung der Weizenfläche um 10 Prozent auf 1,3 Mio. ha. Das Landwirtschaftsministerium prognostiziert einen Produktionsanstieg um 500.000 t auf 9,5 Mio. t.


Prognosen des staatlichen Wetterdienstes zeigen für den Westen Australiens eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass es in den kommenden drei Monaten trocken bleiben wird. Dies könnte die Bedingungen zur Aussaat verschlechtern, die Anfang April beginnt. Es gebe nur eine 20-prozentige Chance für durchschnittliche Niederschläge. Für das gesamte Land liegt die Wahrscheinlichkeit von überdurchschnittlichen Temperaturen bei 70 Prozent. Die Prognosen verschlechtern die Aussichten für die Ernte in diesem Jahr. Die Farmer im Bundesstaat Western Australia hatten im vergangenen Jahr dank reichlicher Niederschläge vor der Aussaat eine sehr gute Ernte eingefahren. In der Region wird gut die Hälfte des australischen Getreides produziert.

Mais: Die Maisnotierungen gaben in Chicago am Donnerstag um 4,75 auf 376,50 Cent/bushel nach. Heute Morgen wird Mais an der CBoT mit 377,76 Cent/bushel (129,97 €/t) gehandelt. In Paris verliert Mais 75 Cent auf 177,75 €/t.

In Argentinien sorgen reichliche Regenfälle für eine gute Entwicklung der frühen Maisbestände. Die Getreidebörse in Buenos Aires hebt deshalb ihre Produktionsprognose um 2 auf 45 Mio. t an. Das wäre gegenüber dem trockenen Vorjahr ein Anstieg um 42 Prozent und würde auch das bisherige Rekordergebnis aus dem Jahr 2016/17 von 39,8 Mio. t deutlich übertreffen. Im Nordosten des Landes wird die Aussaat weiter durch die Niederschläge behindert. Insgesamt ist der Mais inzwischen auf 96,8 Prozent der Flächen gelegt. Die Aussaatfläche schätzt die Börse unverändert auf 5,8 Mio. ha, das sind 300.000 ha mehr als vor einem Jahr.

Euro/US-Dollar: Trotz der Hängepartie beim Brexit und der Prognose für ein langsameres Wachstum in Deutschland stieg der Euro gestern zweitweise auf über 1,1500 US-$. Heute Morgen notiert der Euro bei 1,1439 US-$ wieder etwas schwächer.

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