Märkte am Morgen: Getreide

Leichtes Plus trotz schwacher Exporte

Die Weizen- und Maisexporte der USA bleiben deutlich hinter dem Tempo des Vorjahres zurück. Der Euro kann sich auch nach dem Ende des Budget-Streits in den USA auf seinem hohen Niveau halten.

Weizen: Mit Gewinnen von 3 bis 4 Cent geht Weizen am Montag in Chicago aus dem Handelstag. Der März schließt bei 4,26 US-$/bushel. In Paris legt März-Weizen - unterstützt durch die Vorgaben aus Chicago - bei erneut schwachen Umsätzen um 50 Cent auf 155,50 €/t zu. Heute Morgen startet die Börse in Chicago mit leichten Verlusten.

Dem Weizenmarkt in den USA und in Westeuropa fehlen weiter die Impulse. Die Stimmung in Chicago und Paris bleibt durch das schwache Exportgeschäft gedrückt. Die USDA-Exportzahlen für die Woche bis zum 18. Januar lagen mit 338.000 t zwar um 17 Prozent über dem Vorjahreszeitraum, das Ergebnis der Vorwoche wurde aber um 8,6 Prozent verfehlt. Die gesamte im Ausland vermarktete Weizenmenge summiert sich bisher auf 15,5 Mio. t, das sind rund 6 Prozent weniger als im Vorjahr, berichtet das USDA. Die Ausfuhrprognose des Ministeriums ist zu 75 Prozent erfüllt, das sind 6 Prozent weniger als im Fünfjahresdurchschnitt und 7 Prozent weniger als im Vorjahr. Das USDA rechnet 2017/18 mit Weizenausfuhren von 26,5 Mio. t, nach 28,7 Mio. t im Jahr zuvor.

Ein Frosteinbruch in der Ukraine hat keine Schäden im Wintergetreide hinterlassen, berichtet UkrAgroConsult. Die Pflanzen seien nun in die Winterruhe eingetreten. Die Verluste werden auf 1 bis 2 Prozent geschätzt. Insgesamt sei der Zustand der Pflanzen gut.

Mais: Am Maismarkt bewegte sich am Montag wenig. Der März-Future verlor in Chicago einen halben Cent auf 3,52 US-$/bushel. An der Matif schließt Mais bei 152 €/t unverändert. Der wöchentliche Exportbericht des USDA zeigte eine Ausfuhrmenge 669.000 t, das waren 13,6 Prozent mehr als in der Vorwoche, aber 32,2 Prozent weniger als vor einem Jahr. Auf das gesamte bisherige Wirtschaftsjahr gerechnet liegen die Maisausfuhren mit 12,7 Mio. t um 36,1 Prozent unter dem Zwischenergebnis des Vorjahres. Die gesamte bereits vermarktete Menge beläuft sich auf 59 Prozent der für dieses Wirtschaftsjahr prognostizierten Exporte von 48,9 Mio. t. Im vergangenen Jahr waren noch 58,2 Mio. t ins Ausland geliefert worden, von denen bis Mitte Januar bereits 68 Prozent verkauft waren.

Euro/US-Dollar: Die Einigung zwischen Republikanern und Demokraten im Haushaltsstreit haben dem Doller keinen Auftrieb gegeben. Der Euro notiert heute Morgen bei 1,2263 US-$ weiter auf einem hohen Niveau.

 

 

stats