Märkte am Morgen: Getreide

Mais in der Pampa auf Rekordkurs


Auf dem Weizenmarkt wird weiter um Exportaufträge gepokert. In Argentinien sorgt reichlich Regen für ein gutes Maiswachstum und eine Anhebung der Ertragsprognosen.

Weizen: Die Weizennotierungen an der Matif bewegen sich seitwärts. Der März-Kontrakt schloss am Mittwoch mit einem Verlust von 25 Cent bei 201,25 €/t. Der etwas stärker gehandelte Mai legte um 25 Cent auf 202,75 €/t zu. Die Termine für die Ernte 2019 gaben um 25 bis 50 Cent nach. In Chicago konnte Weizen leicht zulegen. Soft Red Winter schloss mit einem Plus von 2,25 Cent bei 522,25 Cent/bushel und wird heute Morgen bei 521,50 Cent/bushel (169,90 €/t) gehandelt. Hard Red Winter in Kansas gewann am Mittwoch um 2 Cent auf 494 Cent/bushel, der Abstand zur CBoT erhöhte sich damit auf über 28 Cent - den höchsten Wert seit Mitte Dezember.

In Westeuropa wird ein Anstieg der Getreidepreise von einem schwachen russischen Markt begrenzt. In den Häfen am Schwarzen Meer gaben die fob-Preise in der vergangenen Woche nach und reagierten damit auf die fehlende Wettbewerbsfähigkeit. Bei ägyptischen Importen war russischer Weizen zuletzt nicht berücksichtigt worden, weil er zu teuer war. Weizen mit 12,5 Prozent Protein zur Lieferung im Februar wurde zum Ende der vergangenen Woche laut Ikar für 243 US-$/t (215,45 €/t) angeboten, das waren 2,00 US-$ weniger als vor einer Woche. Wer derzeit international die Nase vorn hat, wird sich in dieser Woche bei Weizenausschreibungen aus Nordafrika zeigen.


Zweiter bärischer Faktor ist die gute Entwicklung der Winterweizenbestände in Europa und in der Schwarzmeerregion. In der Ukraine und dem europäischen Teil Russlands ist der Winter milder als im Durchschnitt und große Schneemengen lassen auf eine gute Wasserversorgung im Frühjahr hoffen.

Mais: Mit kleinen Gewinnen gingen auch die Maisnotierungen in Chicago aus dem Handel. Der März schloss mit einem Plus von 0,50 Cent bei 378,75 Cent/bushel und wird heute Morgen bei 377,75 Cent/bushel (131,83 €/t) gehandelt. In Paris verlor Mais 1,25 auf 175,25 €/t. Gestützt wurde der Maismarkt in den USA durch hohe Ethanolpreise und die Hoffnung auf einen positiven Ausgang der Handelsgespräche in Peking. Die Ethanolproduktion ist in den USA in der Woche bis zum 8. Februar wieder angestiegen, während die Bestände im Wochenvergleich schrumpften, teilte die EIA mit.

Die reichlichen Regenfälle in Argentinien sorgen für ein gutes Wachstum der Maispflanzen. Die Getreidebörse in Rosario hebt ihre Prognose für die Ernte 2019 um 2,5 auf 46,5 Mio. t an. Gegenüber dem Vorjahr wäre das ein Anstieg um 14,8 Mio. t. Das Rekordergebnis aus dem Jahr 2017 von 39,8 Mio. t würde deutlich übertroffen. Das USDA erwartet derzeit 46 Mio. t, die Getreidebörse in Buenos Aires 45,4 Mio. t.

Euro/US-Dollar: Das Zeitspiel der britischen Regierung sorgt für Verunsicherung. Ob dem Austrittsvertrag kurz vor Schluss zugestimmt oder der Brexit verschoben wird, ist unklar. Auch die Gefahr eines harten Brexits besteht weiter. Der Euro gab am Mittwochnachmittag um mehr als einen halben Cent bis auf 1,1257 US-$ nach und kann sich über Nacht leicht erholen. Heute Morgen wird der Euro mit 1,1280 US-$ gehandelt.

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