Märkte am Morgen: Getreide

Mehr Weizen vom Schwarzen Meer


Die Ernten in Russland und der Ukraine stehen kurz vor dem Abschluss. Die Börse in Chicago reagiert in der Nacht auf neue Ertragsprognosen.

Weizen: Mit kleinen Gewinnen setzten am Dienstag die Weizennotierungen ihre nun schon seit zwei Monaten anhaltende Seitwärtsbewegung fort. In Paris legte der Dezember um 75 Cent auf 201,00 €/t zu und kann sich damit weiter über der Marke von 200 € halten. Der März schloss mit einem Plus von 1,00 bei 204,25 €/t. In Chicago stand zum Börsenschluss ein Plus von 1 Cent auf 5,09 US-$/bushel. Heute Morgen notiert Soft Red Winter bei 5,08 US-$/bushel (163 €/t) wieder etwas schwächer.

Der Markt wartet weiter vergeblich auf eine Abschwächung des russischen Exporttempos. Die Analysten von Ikar hoben ihre Prognose für die russischen Ausfuhren um 500.000 t auf 33 Mio. t an. UkrAgroConsult berichtet, dass die Weizenernte nun auch in den russischen Spätdruschgebieten mit 99 Prozent so gut wie abgeschlossen ist. Die guten Erntebedingungen der vergangenen Woche hatten die Arbeiten beschleunigt und die Furcht vor Ertrags- und Qualitätseinbußen verringert. Die Weizenernte sehen die Analysten nun bei 73 Mio. t, das sind 3 Mio. t mehr als das USDA derzeit erwartet. Die Gerstenmenge wird laut UrkAgroConsult bei 17,5 Mio. t liegen.


Auch in der Ukraine ist die Weizenernte beendet. Das Landwirtschaftsministerium in Kiew meldet eine Menge von 25,1 Mio. t, das sind 400.000 t weniger als das USDA im Oktober-Wadse angab. Die Gerstenernte wurde mit einem Ergebnis von 7,5 Mio. t abgeschlossen, heißt es in Kiew. Ohne größere witterungsbedingten Probleme erfolgte die Aussaat von Wintergetreide. Nur noch 5 Prozent der Flächen müssen bestellt werden.

Mais: Beim Mais stand am Dienstag zum Börsenschluss ein kleines Plus. In Chicago stiegt der Frontmonat Dezember um 0,75 Cent auf 3,70 US-$/bushel und notiert heute Morgen bei 3,69 US-$/bushel (126,50 €/t) etwas schwächer. In Paris stieg Mais um 75 Cent auf 167,25 €/t. Im Corn Belt soll es bis zum Monatsende trocken bleiben. Anschließend werden wieder Niederschläge erwartet. Die Farmer versuchen deshalb, in den kommenden Tagen so viel Mais wie möglich zu ernten.

In Russland ist die Maisernte laut UkrAgroConsult zu 70 Prozent beendet. De Erträge liegen mit 4,65 t/ha nur knapp unter dem Vorjahresergebnis von 4,77 t/ha. In der Ukraine liegen die Erträge mit 6,83 t/ha höher. Auf 2,9 Mio. ha, das sind 63 Prozent der Fläche, wurden bisher 19,5 Mio. t Mais geerntet, teilte gestern das Landwirtschaftsministerium in Kiew mit.

Euro/US-Dollar: Trotz des ungelösten Streits der EU-Kommission und der Regierung in Rom um den italienischen Haushaltsplan kann sich der Euro halten. Die Gemeinschaftswährung notiert heute Morgen bei 1,1470 US-$.

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