Märkte am Morgen: Getreide

US-Weizenexporte schaffen Durchbruch


Ein Schiff, beladen mit Weizen, verlässt Deutschland in Richtung Saudi-Arabien. Frankreich bemüht sich um Anschlussexporte nach Nordafrika.

Weizen: US-Weizen schafft es endlich, die erhoffte Wettbewerbsfähigkeit auf dem internationalen Exportmarkt zu erreichen. Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) gibt wöchentliche Weizenausfuhren in Höhe von 711.000 t bekannt und übertrifft damit alle Erwartungen. Ferner veröffentlicht das USDA am vorigen Freitagvormittag private Exportverkäufe von 224.000 t an einen unbekannten Ort. Am Freitag schließt der Weizenhandel an der Chicagoer Börse um 15,75 Cent auf 5,31 US-$/bushel (umgerechnet 171,50/t) fester. 

An der Euronext erklimmen die Weizenkurse den höchsten Stand seit zwei Wochen. Der März-Termin legt um 1,75 auf 203,75 €/t zu. Dazu hatte auch die Rally von US-Weizen ihren Beitrag geleistet. Zwischenzeitlich stieg der Kurs sogar mit 204 €/t auf seinen höchsten Stand seit dem 26. November. Hohe russische Exporte von Weizen drückten jedoch auf die Stimmung und verhinderten einen höheren Kursanstieg.

Die großen Exportunternehmen geben die Hoffnung nicht auf, dass Russland weniger exportiert bis zum Jahreswechsel und die EU in die Lücke springen könnte. Doch das Ergebnis für den Tender aus Ägypten am vergangenen Donnerstag gibt dazu zunächst keinen Anlass. Die Getreideagentur Gasc kauft 350.000 t Weizen, davon 290.000 t aus Russland und 60.000 t aus der Ukraine.

Die Ausfuhren von Weizen aus Frankreich liegen im Oktober fast gleichauf wie im Dezember. Hauptabnehmer ist Algerien. Ein Schiffsladung über 65.000 t Weizen verlässt in der vergangenen Woche den Seehafen in Rostock Richtung Saudi-Arabien. In Deutschland dominiert der Handel mit Futtergetreide. Die Ware kommt aus der Schwarzmeerregion in die Veredelungsgebiete. In den kommenden Tagen wird ein Schiff mit Futterweizen aus Bulgarien erwartet.

Mais: Eine steigende Exportnachfrage nach US-Mais gibt den Kursen ihren Schwung zurück. Der März-Kontrakt verbessert sich um 2,25 auf 3,85 US-$/bushel (133 €/t). Das USDA beziffert die Exportmenge in der Vorwoche auf 1,2 Mio. t. Japan und Mexiko sind dabei die besten Kunden.

Die Rally in Weizen schwappt auf den Maishandel etwas über und fördert die positive Entwicklung zusätzlich.

Euro/Dollar: Der Euro ist durch die deutlich schwächer als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktzahlen am vorigen Freitag kurzzeitig über die Schwelle von 1,14 US-$ geklettert, musste im weiteren Verlauf seine Gewinne größtenteils aber wieder abgeben. Am Montagmorgen steht der Kurs des Euro bei 1,1437 US-$.

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