Märkte am Morgen: Ölsaaten

China kauft 5 Mio. t US-Sojabohnen


Entspannungssignale im Handelskonflikt zwischen den USA und China geben Ölsaaten und Rohöl Auftrieb. US-Präsident Donald Trump zeigt sich nach einem Spitzentreffen mit Chinas Vizepremier zuversichtlich.

Sojakomplex: Im Handel verbreitet sich Optimismus, dass sich die Spannungen in den Handelsbeziehungen zwischen China und den USA doch noch lösen könnten, was die Börse in Chicago nach vorne brachte. Die Sojabohnenkurse gehen mit Gewinnen am vorigen Freitag in das Wochenende. Der März-Termin verbessert sich um 2,50 Cent auf 9,17 US-$/bushel (umgerechnet 294,40 US-$/t). Schrot schließt bei 311,80 US-$/short tons (umgerechnet 300 €/t). Die aktuellen Verhandlungen zwischen den USA und China führten dazu, dass China zusicherte, rund 5 Mio. t Sojabohnen in den USA zu kaufen. Allerdings blieben die Kursgewinne hinter ihren Möglichkeiten. Denn Händler warten noch auf die definitive Bestätigung. Wettersorgen über die Trockenheit in einigen Anbaugebieten Brasiliens stützen die Kurse kurz vor der Ernte.

Raps: Die ICE-Futures für kanadischen Canola schließen am Freitag mit kleinen Gewinnen. Erstmals nach fünf Tagen im Minus schaffte der Märztermin ein Plus um 0,70 auf 482,40 kan.-$/t. Es kam zu Positionsbereinigungen zum Wochenende. Ferner löste der Schwung in Chicago auch in Kanada Kaufinteresse für Canola aus. Nur ein starker kanadischer Dollar übte Druck auf die Kurse aus. Am kommenden Dienstag wird Statistics Canada seinen neuen Report über Angebot, Export und Bestände von kanadischem Canola und Getreide mit Stand Ende Dezember veröffentlichen. An der Euronext präsentierte sich der neue Frontmonat für Raps mit Lieferung im Mai bei 372,25 €/t.

Palmöl: In Malaysia war die Börse am Freitag wegen eines Feiertags geschlossen. Zuletzt notierte die Palmöl-Benchmarke für April an der Börse in Kuala Lumpur bei 2.294 Ringitt/t (umgerechnet 561,6 US-$/t) schwächer. Die Exportzahlen von Palmöl erfüllten nicht die Erwartungen. Auch am Montag bleiben die meisten Börsen in Asien und China wegen der Neujahrstage geschlossen.

Rohöl: Die Ölpreise haben am Freitag - gestützt durch robuste US-Konjunkturdaten - zugelegt. Die Nordseesorte Brent kostete 62,23 US-$/Barrel (159 Liter). Das war 1,39 US-$/t mehr als am Donnerstag. Die Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 1,03 auf 54,86 US-$/Barrel. Eine besser als vorhergesagte Konjunkturentwicklung in den USA - wie in der Vorwoche bekannt wurde - könnte die Nachfrage nach Rohöl stützen.

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