Märkte am Morgen: Getreide

Weizenflächen in den USA rückläufig


Das US-Agrarministerium (USDA) hat am Freitag die ersehnten Weizenbilanzen für die Vereinigten Staaten und weltweit veröffentlicht. Global sind die Bestände leicht rückläufig.

 

Weizen: Gewinne gibt es nach der Veröffentlichung der Wasde-Zahlen am vorigen Freitag beim Weizen in Chicago und Minneapolis für den Soft Red Winter. In Chicago beendet der März-Kontrakt die Sitzung mit plus 4 Cent auf 5,17 US-$/bushel (umgerechnet 167,70 €/t).

Die US-Farmer haben im Herbst 2018 weniger Winterweizen ausgesät als im Vorjahr. Sogar Händler hatten mehr geschätzt als 31 Mio. acre, die das USDA in seinem Februar-Report Wasde veröffentlichte. Dafür aber wurden wegen der schwachen Exporte die US-Weizenbestände für das laufende Wirtschaftsjahr 2018/19 nach oben gesetzt. Die Soft-Red-Winter-Kurse gaben sich dennoch einen Ruck und drehten vor Börsenschluss nach oben und legen um 4 Cent auf 5,17 US-$/bushel (umgerechnet 167,70 €/t) am Freitag zu. Der Hard Red Winter in Kansas City blieb auf der Strecke und gibt auf 494,25 US-$/bushel leicht nach.

Am Weltmarkt für Weizen verändert sich nichts Grundlegendes. Da der Verbrauch von Weizen höher ausfällt als die Aufwärtskorrektur beim Angebot, korrigiert das USDA seine Prognose für die Weizenendbestände 2018/19 herunter um 0,6 auf 267,5 Mio. t. Die Vorräte der EU zum Ende der laufenden Saison sieht das Ministerium unverändert bei 11,2 Mio. t. Die EU-Weizenexporte für 2018/19 verharren bei 22 Mio. t.

Mais: Die Maiskurse können sich nicht halten und sind die einzigen, die nach dem Wasde am Freitag mit Verlusten ins Wochenende ziehen. Der März-Kontrakt gibt um 2,25 Cent auf 3,74 US-$/bushel (umgerechnet 130 €/t) nach. An der Euronext hingegen erholt sich der Mais etwas auf 176,50 €/t.

In seiner verspäteten Ertragsschätzung rechnet das USDA mit etwas geringeren Maiserträgen von 176,4 bushel/acre in den USA für 2019. Auch die Produktion 2018/19 sowie die Bestände wurden leicht abgewertet, was den Maismarkt etwas untermauerte.

Die Maiserzeugung in Brasilien lassen die Marktbeobachter im Wasde unverändert bei 94,5 Mio. t. In Argentinien wird eine um 3,5 auf 46 Mio. t höhere Maisernte 2018/19 gegenüber den Dezember-Zahlen erwartet.

Euro/Dollar: Der Euro hat am vorigen Freitag keine klare Richtung gefunden. Die Gemeinschaftswährung erreichte ein Tagestief von 1,1323 US-$, der tiefste Stand seit zwei Wochen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1346 US-$ fest. Am Montag morgen steht der Euro bei 1.1324 US-$.

 

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