Märkte am Morgen: Getreide

Nordafrika macht Hoffnung


Trotz eines stärkeren Euros können sich die Weizennotierungen in Paris halten. Denn Weizen aus Frankreich ist in Nordafrika gefragt.

Weizen: Vor dem heutigen Thanksgiving-Feiertag in den USA blieb der Handel in Chicago recht ruhig. Der Dezember schloss mit einem Minus von 2 Cent bei 4,23 US-$/bushel. In Paris konnte der Dezember um 50 Cent auf 158,75 €/t zulegen. Der März gab um 25 Cent auf 162,25 €/t nach. Wegen des heutigen Feiertages wird das USDA die wöchentlichen Exportzahlen erst am Freitag veröffentlichen. Analysten rechnen mit einer Menge von 350.000 und 550.000 t.

An der Matif sorgte die etwas bessere Exportnachfrage aus Nordafrika für Unterstützung. In Frankreich wird Weizen nach Algerien verladen. Chancen rechnen sich die Franzosen auch bei Lieferungen nach Marokko und Tunesien aus. In Hamburg stockt das Exportgeschäft weiter. Bei den aktuell angeboten Prämien können die Exporteure nicht mit den Mischfutterwerken in Südoldenburg konkurrieren, die für Lieferungen im Dezember 175 €/t bezahlen. Behindert wird das Exportgeschäft auch durch günstige Angebote aus dem Baltikum.


Spekulationen um einen La Niña -Effekt beeinflussen den Weizenmarkt kaum. In Australien sieht das Bureau of Meteorology eine 70prozentige Wahrscheinlichkeit, dass das Land ab Dezember von dem Wetterphänomen betroffen sein könnte. Die Folge wären größere Niederschlagsmengen. Für die aktuelle Weizenernte käme der Regen aber zu spät.

Mais: Trotz einer guten Nachfrage der Ethanolindustrie bewegen sich die Maispreise in Chicago kaum. Der Dezember schloss am Mittwoch mit einem kleinen Plus von einem Viertel Cent bei 4,45 US-$/bushel. Spätere Termine konnten um bis zu 1 Cent zulegen. Der Markt reagierte kaum auf eine Rekord-Ethanolproduktion in der vergangenen Woche. Mit 1,074 Mio. Barrel am Tag wurde der Rekordwert der Vorwoche (1,054 Mio. Barrel) noch einmal übertroffen. Für die Rekordmenge fehlt derzeit offenbar die Nachfrage, denn Gleichzeitig stiegen die Lagerbestände um 400.000 Barrel auf 21,9 Mio. Barrel an. Die Maisexporte der vergangenen Woche bewegen sich nach der Meinung von Händlern in einem Bereich von 900.000 bis 1,3 Mio. t. Im Paris schloss Mais am Mittwoch unverändert bei 154,00 €/t.

Euro/US-Dollar: Der Euro ist weiter gefragt und hat wieder die Marke von 1,18 US-$ übersprungen. Heute Morgen wird er mit 1,1835 gehandelt.

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