Märkte am Morgen: Getreide

Nordafrika sucht Weizen


Mehrere internationale Ausschreibungen werden in dieser Woche zeigen, ob sich die Kräfteverhältnisse auf dem Weltmarkt verschieben. Ein starker Euro schmälert die Chancen Frankreichs.

Weizen: In Chicago und Paris verbuchte Weizen am Dienstag kleine Gewinne. An der CBoT schloss der März-Kontrakt mit einem Plus von 1 Cent bei 517,75 Cent/bushel. Im vorbörslichen Handel kann Weizen deutlich auf 522 Cent/bushel (167,44 €/t) zulegen. An der Matif gewann Weizen 75 Cent auf 206,00 €/t.

Dem Markt fehlen aktuelle Zahlen aus den täglichen Berichtssystem des USDA zum Exportgeschehen. Der Wasde und die Flächenschätzungen zum Winterweizen werden am Freitag wegen des teilweisen Regierungsstillstands ebenfalls nicht veröffentlicht. Erwartet wird, dass die Anbaufläche in den USA kleiner ist als in der Saison zuvor.


Das Interesse richtet sich auf Weizenausschreibungen in Algerien, Ägypten und Tunesien. Fraglich ist, ob argentinischer Weizen noch einmal eine Chance erhält, nachdem kürzlich eine Lieferung wegen Qualitätsproblemen gestoßen wurde. Frankreich konnte seine Weizenexporte im November gegenüber dem Oktober leicht auf 1,26 Mio. t steigern. 683.000 t wurden in Drittstaaten geliefert. Bei den aktuellen Ausschreibungen dürfte Frankreich erneut zum Zuge kommen. Die Konkurrenz durch US-Weizen ist allerdings hart und auch Russland hat trotz einer Verlangsamung der Exporte noch einiges zu bieten.

In der Ukraine sind die Witterungsbedingungen für Winterweizen weiter günstig. Die Temperaturen lagen in den vergangenen zwei Wochen leicht über dem Durchschnitt. Fast das gesamte Land sei von einer Schneedecke überzogen, meldet UkrAgroConsult. Der Zustand der Bestände sei überwiegend gut.

Mais: Die Maisnotierungen gaben am Dienstag in Chicago leicht nach. Der März verlor 2,25 Cent auf 380 Cent/bushel und notiert heute Morgen bei 381,25 Cent/bushel (130,94 €/t) leicht im Plus. Mit Spannung wird erwartet, wie sich der Mangel an Niederschlägen auf die Maisernte in Brasilien auswirkt. Conab wird dazu am Donnerstag eine neue Prognose abgeben. In Paris schloss Mais am Dienstag mit einem Plus von 50 Cent bei 182,50 €/t.

Euro/US-Dollar: Trotz schwacher europäischer Konjunkturdaten kann sich der Euro deutlich über der Marke von 1,1400 US-$ halten. Heute Morgen notiert der Euro bei 1,1459 US-$.

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