Märkte am Morgen: Getreide

Regen sorgt für Druck


In Russland und der Ukraine haben sich die Bedingungen für die Herbstaussaat verbessert. Die Börsen in Paris und Chicago reagieren. Der Euro bleibt fest.

Weizen: Nach den Gewinnen vom Montag schließt Weizen in Chicago am Dienstag wieder im Minus. Der Dezember verliert 6,25 Cent auf 5,21 US-$/bushel und notiert heute Morgen bei 5,23 US-$/bushel (163,50 €/t) leicht im Plus. Auch an der Matif ging es bergab. Mit Verlusten von 2,00 € ging der Dezember bei 201,00 €/t aus dem Handelstag.

In den USA warten die Händler auf neue Zahlen zu den Lagerbeständen, die am Freitag veröffentlicht werden. Die Erwartungen liegen bei 2,344 Mrd. bushel (63,8 Mio. t), das wären 3 Prozent mehr als vor einem Jahr. In der größeren Menge spiegeln sich die geringeren Exportmengen der USA wider.

In der nördlichen Hemisphäre läuft die Aussaat von Winterweizen weitgehend reibungslos. In Russland und der Ukraine haben Regenfälle die Bedingungen für die Aussaat und das Auflaufen verbessert. In der Ukraine ist rund ein Drittel der Flächen bestellt. Das Tempo ist damit weiter langsamer als im Vorjahr. In der vergangenen Woche konnten die Landwirte den Rückstand aber verkürzen. Auch in Deutschland hat sich die Lage nach den Niederschlägen am Wochenende etwas entspannt. In den kommenden zehn Tagen soll es abgesehen von Regenfällen im Alpenvorland allerdings trocken und überdurchschnittlich warm bleiben.

Mais: Die Maisnotierungen schlossen in Chicago den fünften Handelstag in Folge im Plus. Der Dezember kletterte am Dienstag um 3,25 Cent auf 3,64 US-$/bushel (121,50 €/t) und notiert heute Morgen unverändert. Innerhalb einer Woche konnte CBoT-Mais damit um 20 Cent zulegen. Die bisher zügige Maisernte in den USA könnte sich in den kommenden Tagen verlangsamen, weil viele Böden im Corn Belt nach den jüngsten Niederschlägen aufgeweicht sind.

Analysten erwarten, dass die Maisbestände in den USA zum 1. September bei 2,01 Mrd. (53,3 Mio. t) bushel lagen, das wären 8 Mio. bushel (203.000 t) mehr als das USDA bisher prognostizierte. Offizielle Zahlen legt das Ministerium am Freitag vor.

Euro/US-Dollar: Der Euro bleibt auch am Dienstag fest. Zwischenzeitlich näherte sich die Gemeinschaftswährung am Dienstag wieder den 1,18 US-$. Das Tageshoch von 1,1793 konnte aber nicht gehalten werden. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1777 (Montag: 1,1773) US-$ fest. Heute Morgen notiert der Euro bei 1,1766 US-$.

 

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats