Märkte am Morgen: Getreide

Regen zieht Chicago nach unten


In den USA haben Niederschläge die Lage etwas entspannt. Ägypten kauft erneut russischen Weizen. Auch Algerien und Tunesien sind zurück am Markt.

Weizen: Die Weizenfutures in Chicago haben am Mittwoch leicht nachgegeben. Der März schloss mit einem Minus von 2 Cent bei 4,47 US-$/bushel (134,47 €/t). Im Paris konnte Weizen - gestützt von einem erneut schwächeren Euro - etwas zulegen. Ein Plus von 75 Cent hob Weizen bis auf 161,25 €/t.

Regenfälle haben die Situation in den von Trockenheit betroffenen Anbaugebieten verbessert. Die Niederschläge reichen aber noch nicht aus, um den Pflanzen genug Feuchtigkeit zu geben. Vom diesjährigen 'Ag Outlook Forum', das mit 2.000 Teilnehmern heute und morgen in Arlington (Virginia) stattfindet, werden neue Einschätzungen zur Weizenfläche in den USA erwartet. Analysten rechnen in den USA mit einer Weizenfläche von 18,66 Mio. ha, das wären nur 24.000 ha mehr als im Vorjahr. Die Produktion könnte auf 49,31 Mio. t steigen, rund 2 Mio. t mehr als 2018. Für das Ende des Wirtschaftsjahres 2018/19 rechnen die Analysten mit leicht sinkenden Endbeständen.


Die Aufmerksamkeit des internationalen Getreidehandels konzentrierte sich gestern auf Nordafrika. Ägypten kaufte 120.000 t Weizen in Russland, die im März und April geliefert werden sollen. Der Kaufpreis lag mit 223,50 US-$/t um 1,41 US-$ höher als beim Tender vom 9. Februar. Angeboten wurde nur Weizen aus Russland und Rumänien. Algerien hat 340.000 t Weizen zur Lieferung im April/Mai gekauft. Der cif-Preis lag bei rund 225 US-$/t. Gegenüber Ende Januar ist der Preis damit um 5 US-$ gestiegen. Tunesien sucht 67.000 t Weizen für die Lieferung Ende März/Anfang April. Der Tender wird heute geschlossen.

Mais: Am Maismarkt bewegte sich gestern wenig. Der März konnte um 0,25 Cent auf 3,66 US-$/bushel (117,27 €/t) zulegen. Vor dem 'Ag Outlook Forum' erwarten Analysten für 2018 eine etwas kleinere Anbaufläche von 36,41 Mio. ha und eine Ernte von 364 (2017: 371) Mio. t. Die Endbestände könnten deshalb sinken. Heute soll es neue Zahlen zur Bioethanolproduktion in den USA geben.

Euro/US-Dollar: Der Euro verlor gegenüber dem US-Dollar gestern einen halben Cent und notiert heute Morgen bei 1,2275 US-$.

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