Märkte am Morgen: Getreide

Rumänien liefert Weizen nach Ägypten


Nach einer enttäuschenden ersten Hälfte der Exportsaison 2017/18 ruhen die Hoffnungen des europäischen Handels auf Weizenlieferungen in Drittländer ab Januar 2018. Die Konkurrenz auf dem Weltmarkt bleibt mit Russland und zunehmend den USA hart.

Weizen: Der Zuschlag für rumänischen Weizen im Ägpyten-Tender hat die Siegesserie von russischen Weizen nach acht erfolgreichen Alleingängen von Russland unterbrochen. Die Getreideagentur in Ägypten, Gasc, hatte 295.000 t Weizen ausgeschrieben, davon erhalten rumänische Händler einen Anteil von 60.000 t, der Rest geht nach Russland. Seit August hat Ägpyten rund 1,5 Mio. t Weizen gekauft, fast alles hat Russland geliefert.

 

Schöne Weihnachten
Das Team von agrarzeitung.de verabschiedet sich in die Weihnachtspause und wünschen Ihnen schöne Festtage und einen guten Start für 2018.


Ab dem 2. Januar werden wir sie wieder mit internationalen Berichten von den Börsen in den Märkten am Morgen informieren.

Allerdings warnen Marktbeobachter davor zu glauben, die Glückssträhne, dass Russland bei der Gasc immer zum Zuge kommt, sei beendet. Der rumänische Zuschlag gibt gewisse Rätsel bezüglich der Frachtkosten auf. Russland deckt mittlerweile zu 75 Prozent den ägyptischen Importbedarf von rund 10 Mio. t Weizen jährlich ab.  Weit abgeschlagen ist Australien. Von dort wurden immerhin 2,73 Mio. t 2003/04 geliefert. Im Vermarktungsjahr 2016/17 betrugen die australischen Exporte nach Nordafrika nur noch 145.000 t.

Spekulative Schnäppchenkäufer tummelten sich vor den Weihnachtsferien an der CBoT in Chicago. Der Weizenkontrakt verbessert sich um 3 Cent und schließt am Donnerstag bei 4,27 US-$/bushel. Die wöchentlichen US-Weizenausfuhren liegen bei rund 800.000 t und übertreffen damit die Erwartungen von Marktteilnehmern. Unterstützung kommt weiterhin von den Wetterprognosen für die Anbauregionen der US-Plains. Dort ist es sehr trocken und kalt, womit die Kulturen stark frostgefährdet sind. In den nördlichen Teilen hat es bereits geschneit. Aber die Schneedecke ist zu dünn, um die Kulturen zu schützen. Insgesamt kommt es an der Börse kurz vor den Weihnachtsferien zu Abdeckungen von Positionen. Bis kommenden Dienstag ist der Handel wegen Weihnachten ausgesetzt. Darauf bereiten sich Händler mit Deckungskäufen vor. 

Mais: Mais an der CBoT gibt sich von seiner freundlichen Seite und legt auf 3,51 US-$/bushel zu. Auslöser für den Anstieg sind wöchentliche Verkäufe von 1,56 Mio. t. An der Euronext präsentieren sich die Maisnotierungen uneinheitlich. Während der Januar-Termin um 1 auf 153,25 €/t zulegt, purzeln die übrigen Termine alle ins Minus, der März notiert bei 157,25 €/t.

 Euro/Dollar: Die europäische Gemeinschaftswährung notierte am Donnerstag bei knapp 1,1860 US-$. Am Mittwoch kletterte der Euro zeitweise über 1,19 US-$. Der starke Euro schränkt das Exportgeschäft ein.




stats