Märkte am Morgen: Getreide

Russland punktet in Ägypten


Die staatliche Getreideagentur Gasc kauft erneut Weizen am Schwarzen Meer. Darauf reagieren die Börsen in Chicago und Paris. Die Spekulationen um die US-Maisfläche gehen weiter.

Weizen: Der Weizenmarkt hat seinen Boden noch nicht gefunden. Am Dienstag verloren an der Matif der September und Dezember jeweils 2,00 € auf 170,75 und 175,50 €/t. In Chicago gab Soft Red Winter 10,5 Cent auf 484 Cent/bushel nach und notiert heute Morgen bei 486 Cent/bushel (159,21 €/t).

Weizen aus den USA und Westeuropa ist auf dem ägyptischen Markt weiter zu teuer. Für den Tender der staatlichen Getreideagentur Gasc mit einem Volumen von 415.000 t erhielten am Dienstag Anbieter vom Schwarzen Meer den Zuschlag. 240.000 t konnte Russland platzieren, 115.000 t die Ukraine und 60.000 t Rumänien.

Das französische Landwirtschaftsministerium hat seine Prognose für die Weizenernte um 1,2 auf 38,2 Mio. t angehoben, bleibt damit aber zurückhaltender als andere Analysten, die mit 39,0 Mio. t rechnen.  

In der Ukraine steht die Ernte von Winterweizen und Wintergerste mit 93 und 92 Prozent kurz vor dem Abschluss. Die Weizenerträge liegen mit 4,1 t/ha um 11,5 Prozent höher als im Vorjahr. Bei Gerste steigen die Erträge um 17 Prozent auf 3,37 t/ha, meldet UkrAgroConsult.

Mais: Auf dem Maismarkt bleibt die Debatte um die Anbaufläche in den USA das beherrschende Thema. Eine Reuters-Umfrage unter Analysten ergab eine Fläche von 88 Mio. acres, das wären 3,7 Mio. acres weniger als im Juli-Wasde. Der August-Bericht wird am kommenden Montag veröffentlicht. Die Analysten rechnen mit Erträgen von 164,9 bpa (10,35 t/ha) und einer Erntemenge von 13,193 Mrd. bushel (335,1 Mio. t), das wären 17,3 Mio. t weniger als im Juli.

Mais verlor gestern in Chicago 1,25 Cent auf 404 Cent/bushel und notiert heute Morgen bei 405,5 Cent/bushel (142,36 €/t) wieder im Plus. In Paris gab Mais 25 Cent auf 170,50 €/t ab.

Das Landwirtschaftsministerium im Paris rechnet mit einer französischen Maisernte von 13,1 Mio. t, das wären 4,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Für Ungewissheit sorgt die ungewöhnliche Witterung in diesem Sommer mit zeitweilig sehr hohen Temperaturen, weil nur schwer abgeschätzt werden kann, sie sich das extreme Wetter auf die Erträge auswirkt.

Euro/US-Dollar: Der Euro gab gestern zunächst nach und fiel unter 1,1200 US-$, konnte sich dann aber erholen und wird heute Morgen bei 1,1212 US-$ gehandelt. Die Eskalation im Handelsstreit macht weitere Zinssenkungen in den USA wahrscheinlicher, was den Euro stützt.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats