Märkte am Morgen: Getreide

Schwacher Dollar pusht US-Weizen

Wettermeldungen und eine schwache US-Währung sorgen in Chicago für einen Kurssprung. In Paris herrscht weiter Lethargie.

Weizen: Mit Gewinnen von bis zu 11,5 Cent überraschte Weizen am Mittwoch in Chicago. Ein schwacher US-Dollar und Trockenheit in den südlichen Plains gaben den Bullen Futter. Auch in den kommenden Wochen soll es in den südlichen Weizenanbaugebieten trocken bleiben, wodurch die Furcht vor Ertragseinbußen wächst. Der März-Future schloss an der CBoT mit einem Plus von 11,5 Cent bei 4,33 US-$/bushel.

Chartanalysten sehen Anzeichen, dass sich Weizen nachhaltig erholen könnte. Das jüngste Tief bei 4,21 US-$/bushel lag höher als das in der vergangenen Woche mit 4,17 US-$/bushel und dieses wiederum über dem von Anfang Dezember bei 4,07 US-$/bushel. Heute Morgen steht der März bei 4,35 US-$/bushel nur noch einen halben Cent unter dem Schlusskurs von 3. Januar, der damals ein 10-Wochen-Hoch markierte. Der gleitende Durchschnitt der letzten 90 Tage bei 4,30 US-$/bushel wurde gestern durchbrochen, der der letzten 200 Tage bei 4,41 US-$/bushel ist in Reichweite. Getragen wird diese Entwicklung hauptsächlich von einem schwächeren Dollar, der seit Anfang November um knapp 7 Prozent abwertete.


Europäischer Weizen konnte wegen des festen Euro von der gestrigen Entwicklung in den USA nur wenig profitieren. Am Ende stand ein Tagesgewinn von 1 € auf 156,50 €/t. Die Matif legte damit um 0,64 Prozent zu, während es in Chicago um 2,7 Prozent nach oben ging.

Mais: Von der Dollarschwäche profitierte auch der US-Maismarkt. Der März verbuchte Gewinne von 5,5 Cent auf 3,57 US-$/bushel, das ist der höchste Stand seit dem 5. Dezember. Viel Mais fließt nach wie vor in die Ethanolproduktion. Sie stieg in der Woche bis zum 19. Januar um 1.000 barrel auf 1,06 Mio. barrel pro Tag. Bei einer angenommenen Ausbeute von 2,8 Gallonen je Bushel wurden damit seit Anfang Dezember bereits 2,31 Mrd. Bushel Mais verarbeitet, das sind 41,9 Prozent der vom USDA für das gesamte Jahr vorhergesagten Menge.

Die USDA-Büro in Argentinien schätzt die Maisernte des Landes auf 40 Mio. t, das sind 2 Mio. t weniger als im Januar-Wasde. Unterdurchschnittliche Niederschlagsmengen verringerten den Ertrag. In Paris schließt Mais bei 151,75 €/t unverändert.

Euro/US-Dollar: Der Euro schloss gestern mit 1,2406 US-$ erstmals seit mehr als drei Jahren über 1,24 US-$. Heute Morgen hält der Höhenflug mit einem Zwischenstand von 1,2447 US-$ an. Gespannt warten die Anleger, wie die Europäische Zentralbank bei ihren heutigen Treffen auf die Euro-Rally reagiert.

stats