Märkte am Morgen: Getreide

Schwacher Export zieht Weizen nach unten


Die starke russische Konkurrenz und ein festerer Doller drücken die Weizennotierungen an der CBoT.

Weizen: Die Weizennotierungen gaben am Montag dies- und jenseits des Atlantiks nach. In Paris rutschte der Dezember um 1 € auf 157,75 €/t ab, in Chicago ging es um 5,25 Cent auf 4,22 US-$/bushel nach unten. Der Weizenmarkt in der EU und den USA wird nach wie vor von einem enttäuschenden Exportgeschäft belastet. In der Woche bis zum 16. November lieferten die USA 259.000 t Weizen in Ausland, das waren 16 Prozent weniger als in der Vorwoche und lag am unteren Ende der Erwartungen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum beträgt das Minus sogar 40,3 Prozent.

Die Winterweizenbestände in den USA entwickeln sich etwas schlechter. 52 Prozent der Flächen werden im Crop Progress Report vom Montag als gut und exzellent bewertet, das sind 2 Prozent weniger als in der Vorwoche und 3 Prozent weniger als 2016. Der Umfang der schlechten und sehr schlechten Bestände blieb mi 11 Prozent gegenüber der Vorwoche unverändert und liegt 1 Prozent über dem Vorjahr.

Die russischen Weizenausfuhren laufen weiter auf Hochtouren. SovEcon rechnet damit, dass im November 3,4 bis 3,5 Mio. t Weizen exportiert werden, das wären rund 850.000 t pro Woche. Bis zum 15. November hat Russland seine Weizenausfuhren gegenüber dem Vorjahr um 26 Prozent auf 14,8 Mio. t gesteigert.

Der Exportpreis für russischen Weizen am Schwarzen Meer hat sich in der vergangenen Woche nur wenig bewegt. Für Ware mit 12,5 Prozent Protein zur Lieferung im Dezember wurden Ende vergangener Woche fob 191,00 US-$/t bezahlt, das sind 50 Cent weniger als in der Vorwoche, berichtet IKAR. SovEcon geht dagegen von einem unveränderten Preis von 192,00 US-$/t aus.

Mais: Freundlicher als beim Weizen war in Chicago die Stimmung für Mais. Die meisten Kontrakte konnten leicht zulegen. Der Dezember schloss bei 3,45 US-$/bushel mit einem Plus von 2 Cent. In Paris gab Januar-Mais um 2 € auf 154,00 €/t nach. Die Maisexporte der USA lagen in der vergangenen Woche mit 633.000 t um 59 Prozent über der Vorwoche, aber um 28 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Auf das gesamte Wirtschaftsjahr bezogen hinken die Maisausfuhren um 44 Prozent hinterher. Die Maisernte ist zu 90 Prozent beendet, gegenüber den Vorjahren ist das ein Rückstand von 5 Prozent.

Euro/US-Dollar: Gute Konjunkturdaten aus den USA stützen den Dollar. Der Euro rutscht wieder unter die Marke von 1,18 US-$ und notiert heute Morgen bei 1,1748 US-$.
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